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Das
Beckersberggeländer in Hanstedt-Ulzburg
Im
3. Reich wurde diese Anlage errichtet, aber noch in heutiger Zeit wird
sie sowohl von Bürgermeister und Feuerwehr als auch von den örtlichen
Nationalisten zum Gedenken an die Gefallenen beider Weltkriege
verwendet. Sehr zum Leid der Linksradikalen der Umgebung, die mit
verschiedenen Mitteln die Anlage bekämpfen. Ein guter Grund, sich das
mal etwas genauer anzuschauen:
Vermutlich
handelt es sich beim Beckersberg um eine alte Kultstelle unserer
germanischen Vorfahren, da dort mehrere frühgeschichtliche Feuerstellen
gefunden wurden. Deshalb begann Bürgermeister
Petersen 1933 dort mit dem Bau eines Festplatzes, einerseits
zur Arbeitsbeschaffung
, andererseits aus ideologischen Hintergründen. Ein Zeitgenosse
begründete den Bau so: "Schaffung
, Stärkung und Erhaltung der Volksgemeinschaft sind Idee, Sinn und
Zweck des Beckersbergs. Was die Partei für ganz Deutschland erstrebt,
das will der Ausgestalter des Beckersbergs durch sein Werk für seine
Gemeinde tun". So wollte man unter anderem mit dort neu aufgestellten
Hünengräbern die altgermanischen Vorfahren ehren.
Etwa 70
Ulzburger wurden in den Jahren 1934/35 eingesetzt, um die schon vorher
bestehende Badeanstalt auszubauen und eine Schießanlage zu errichten,
im Jahr darauf wurde ein Volks - und Sportplatz geschaffen. Diese
Anlagen sollten nach den Aussagen des Bürgermeisters Petersen "mit dazu
helfen, ein gesundes, wehrtüchtiges Volk zu erziehen."
Für viele
Bewohner Ulzburgs und Umgebung war es eine günstige
Freizeitmöglichkeit. In den weiteren Jahren bot die Regionalbahn AKN
Sonderfahrten für Gruppen und Parteiorganisationen an, um die Ulzburger
Einrichtungen nutzen zu können.
1937 begann
die Errichtung des eigentlichen Festplatzes im Rahmen des sogenannten
"Thing-
Projektes". Im Verlauf dieser Konzeption sollte Deutschland ab 1934 mit
einem Netz von Festplätzen für über 5000 Zuschauer überzogen werden, um
den Zusammenhalt der Volksgemeinschaft zu fördern und kulturelle
Zentren zu bilden.
Bei
Bauvorhaben stützte man sich bevorzugt auf germanisches Bau- und
Gedankengut und baute zudem die Thing- (germ.: Versammlung) Plätze
möglichst in die Nähe anderer kulturhistorischer Denkmäler (z.B.
Heidelberger Schloß ).
Auf
historische Zusammenhänge mit den vorangegangenen Generationen weist
auch der Stein mit der Aufschrift "Wer den Ahn` nicht ehrt, ist der
Zukunft nicht wert" hin. Zuerst wurden die Eckpunkte der Anlage
errichtet, vor allem die Hünengräber befanden sich schon recht früh an
ihrem Platz. 1938 wurden dann mehrere neue Projekte in Angriff
genommen, ein neuer Gedenkstein an den Freiheitskampf
Schleswig-Holsteins mit der Aufschrift " Op ewig ungedeelt-1848-1938 "
wurde eingeweiht , die Pyramide und die Heimathalle wurden errichtet.
Zu dieser
Zeit entstand auch das Kernstück der Anlage, die Freilichtbühne. Im
Rahmen des Thing-
Projektes fanden hier Aufmärsche und propagandistische Veranstaltungen
statt, zum Beispiel die Heimatwoche.
An diese Kundgebungen schloß sich stets ein Laienschauspiel an, welches
nach dem Motto "aus dem Volk, für das Volk" gestaltet war.
In den
Jahren 1939 und 1940 gingen die Arbeiten wegen des Kriegsbeginns nur
schleppend voran, es kam nur zu einigen Erweiterungen der Heimathalle
und zur Setzung eines Parteisteines.
1942 wurde
die Brautlinde
von der Braut August Petersen-Lunds, des Adoptivsohnes Bürgermeister
Petersens, in Erinnerung an ihn und an alle anderen Gefallenen
gepflanzt. Es handelt sich hier um einen Teil des "Heldenhains", in dem
man in dem damals üblichen Totenkult der Gefallenen gedenken sollte.
Entsprechend ist auch der Stein: "Es wirkt das Blut als heilige Saat,
aus Gräber wächst die Kraft zur Tat" einzuordnen.
Erst mit
Kriegsende begannen wieder "Bauarbeiten". NS-Hoheitszeichen wurden
entfernt, die Pyramide bekam statt "Deutsche Schicksalswende 1933" ein
Goethe-Zitat als Inschrift. Einige Steine wurden entfernt oder
gesprengt, auf anderen Steinen wurden Teile der Inschriften entfernt.
Neue Steine wurden gesetzt, zumeist Gedenksteine mit moderaten
Inschriften.
Die Nutzung
Der in das
Gelände integrierte Schießstand, der der "Wehrertüchtigung" dienen
sollte, wurde permanent genutzt. 1944 fanden dort auch Kriegsübungen
statt, als der Ulzburger "Volkssturm" seine provisorische Ausbildung
erhielt.
Schon
während der Errichtung wurde damit begonnen, das Beckersberggelände für
Aufmärsche zu benutzen. Der nationalsozialistische Kalender bot dafür
vielfältige Gelegenheit.
Seit 1936
fanden hier zudem jedes Jahr die "Ulzburger Heimatwochen" statt. Auch
hier stand die Volksgemeinschaft im Mittelpunkt. Sie fanden jährlich
bis 1938 jeweils ein Wochenende lang statt und wurden bei Kriegsbeginn
eingestellt, obwohl die Planung für die Heimatwoche 1939 bereits
abgeschlossen war.
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