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Marine-Ehrenmal
Laboe
Unübersehbar
erhebt sich am Ausgang der Kieler Förde der Turm des
Marine-Ehrenmals 85 Meter über die Ostsee, davor das 1943 erbaute
U-Boot U 995.
Diese Gedenkstätte für alle auf See gebliebenen deutschen Soldaten
fällt aufgrund ihrer imposanten Bauweise jedem Seefahrer und Touristen
ins Auge und ist deshalb ein beliebter Ausflugsort für Gäste aus aller
Welt. Sie zog aber natürlich auch sofort die Aufmerksamkeit der
bundesrepublikanischen Geschichtsfälscher auf sich, die ihr Bestes
gaben und die ursprünglichen Ziele des Mahnmals inzwischen erfolgreich
verdreht haben! Trotzdem ist Laboe immer noch ein sehr lohnenswertes
Ausflugsziel, vor allem wenn man die ganze Geschichte des Denkmals
kennt.
Der Unterseebootkrieg
Die Entwicklung der U-Boot-Waffe wurde in den beiden Weltkriegen vor
allem von deutscher Seite vorangetrieben und entwickelte sich dadurch
zu einem wichtigen Bestandteil der deutschen Kriegsführung. Durch Filme
wie "U 96" wurde sie auch der heutigen Generation veranschaulicht.
Im Ersten Weltkrieg richteten sich die deutschen U-Boot-Einsätze
anfangs überwiegend gegen Kriegsschiffe. Allerdings erklärte
Deutschland als Antwort auf die von Großbritannien durchgeführte
völkerrechtswidrige Fernblockade des Deutschen Reichs im Februar 1915
die Gewässer um die Britischen Inseln zum Kriegsgebiet, in dem Schiffe
mit warnungsloser Versenkung rechnen mußten. Aus Rücksicht auf die
neutralen Staaten (Lusitania-Zwischenfall) wurde jedoch diese Form des
Unterseebootkrieges bereits im September 1915 eingeschränkt, ehe sie
nach Ablehnung des Friedensangebotes des Deutschen Reiches (Dezember
1916) mit Erklärung vom 31.01.1917 in "uneingeschränkter" Form wieder
aufgenommen wurde. Einerseits geriet hierdurch Großbritannien in eine
gefährliche Lage, da deren Nachschubwege dadurch in Gefahr kamen,
andererseits war die deutsche Entscheidung einer der Anlässe, die die
USA im April 1917 als Begründung für ihren offenen Kriegseinsatz
angaben. Vorher waren sie offiziell neutral, unterstützten die
Alliierten aber seit Beginn in großem Maße mit Geld und Waffen!
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges erließ Hitler stark
einschränkende Befehle für den Unterseebootkrieg (unter anderem Verbot
des Angriffs auf Passagierschiffe, auch wenn diese in militärischem
Geleit fuhren), die erst nach und nach als Reaktion auf Maßnahmen der
Briten und der wieder offiziell neutralen USA (z.B. Bewaffnung von
Handelsschiffen; Versenkung deutscher und neutraler Handelsschiffe;
Einfrieren von Geldern deutscher Auswanderer; ...) aufgehoben wurden.
Bis zum Frühjahr 1943 brachten die deutschen U-Boote unter Anwendung
des uneingeschränkten Unterseebootkrieges den Alliierten schwere
Verluste bei, ehe diese durch schrittweise Verbesserung ihrer
Abwehrmaßnahmen (Einsatz von Radar und Sonar, Flugzeugen und besserer
Wasserbomben) die Wende in der Schlacht im Atlantik erzwingen konnten.
Viele tausend deutsche Marinesoldaten in ihren U-Booten ließen ihr
Leben in den unendlichen Weiten der Ozeane, ebenso wie viele tausend
Matrosen auf den deutschen Schlachtschiffen, Kreuzern und Zerstörern.
Das Marine-Ehrenmal
in Laboe erinnert uns an die vielen Gefallenen.
U
995 ist eines der U-Boote, die den Alliierten im Zweiten
Weltkrieg das Leben zur Hölle machten, indem sie ihre Truppen- und
Waffentransporte über den ganzen Atlantik jagten.
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