Trauermarsch in Bad Nenndorf
Am Sonnabend, den 6. August, vereinigten sich Kameradinnen
und Kameraden aus Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein, um eine
gemeinsame Reisegruppe für den Trauermarsch nach Bad Nenndorf zu bilden. Die
Anfahrt wurde unter anderem dazu genutzt, um alte Kontakte zu Kameraden
aufleben zu lassen und verlief allgemein sehr harmonisch.
Am Vorabtreffpunkt angekommen, wurden wir schon von
Systemdienern der BRD, sowie der geistig gleichzusetzenden Kreativität einiger
Kleinkinder begrüßt. Sie haben den Bahnhof mit Bildern behangen, die sie vermutlich
im Kindergarten mit ihren antideutschen Erziehern gemalt haben, um möglichst
früh ihren Hass gegen volkstreue Deutsche in kreative Bahnen zu lenken.
Später in Bad Nenndorf angekommen, wurde es nicht weniger
schwachsinnig. Nach einer völlig übertriebenen Durchsuchungsmaßnahme, die so
gut wie jeder Kamerad über sich ergehen lassen musste, wurde der
Bahnhofsvorplatz ebenso dekorativ “beschmückt”. Glücklicherweise konnten wir
nach einer Verspätung von etwa 2 Stunden endlich Richtung Winklerbad abrücken,
um in Würde und Andacht unseren Trauermarsch durchzuführen. Wie zu erwarten
war, standen am Straßenrand völlig verwirrte Gestalten herum, die durch
Geschrei, und dem Jodeln jüdischer Lieder vergebens versuchten unsere
Aktivisten aus der Fassung zu bringen.
Die Zwischenkundgebung erfolgte dann am Winklerbad, an dem
unter anderem Dieter Riefling deutliche Worte über die alliierten
Foltermethoden fand. Er drückte aus, daß es ein Unding sei, daß zwischen Opfern
erster und zweiter Klasse unterschieden würde und die Männer und Frauen, die
dort umgekommen sind alles andere als Verbrecher seien. Danach wurde wieder die
Formation eingenommen, um durch ein Wohngebiet den Marsch fortzusetzen. Viele
interessierte Bürger schauten aus den Fenstern und wurden durch deutliche
Spruchbänder über unsere Belange aufzuklären. Kurz bevor wir dann am Bahnhof ankamen,
vernahmen wir eine völlig paradoxe Lautsprecherdurchsage der Polizei. Wir
wurden darauf aufmerksam gemacht, daß das Singen des Liedes “Ein junges Volk
steht auf” untersagt werde, da dies die öffentliche Sicherheit gefährde. Unter inneren
Protest nahmen die Kameraden dies hin, da sie den Anlass unseres Trauermarsches
nicht aus den Augen verloren und den Toten ehrenhalber eine Ausschreitung
vermieden. So legten wir würdevoll einen Kranz für die Opfer nieder und führten
abschließend eine Schweigeminute durch, bis wir uns letztlich auf den Rückweg
machten und unsere Heimreise antraten.
Sebastian Sommer

