Helgoland und seine Menschen - den Stürmen trotzend - damals wie heute!
Mit klarer Mehrheit haben sich die Helgoländer bei der
Volksabstimmung am 26.06. gegen die Aufschüttung einer Verbindung ihrer Insel mit der benachbarten
Düne ausgesprochen. - Unter dem Vorwand, durch die Verbindung die Infrastruktur
der Insel auszubauen und so den Tourismus und damit die zukünftige Existenz der
Helgoländer zu sichern, wurde im Vorfeld massiv versucht, die Inselbewohner in
ihrer Entscheidung mit falschen Versprechungen und durch zusammenhanglose
Statistiken zu manipulieren. In Wirklichkeit diente die geplante Aufschüttung
erst in zweiter Linie einer Verbindung, primär sollte es darum gehen, das
Inselterritorium erheblich zu vergrößern um somit Raum für vor allem touristische
Megaprojekte ausländischer Großinvestoren zu schaffen und damit den Helgoländern gerade ihre
Existenzgrundlage u.a. in der Pensionsvermietung zu nehmen. Umfangreich
begründete ökologische Gefahren für das gesamte, nicht umsonst als
Naturschutzgebiet ausgewiesene, Ökosystem um Helgoland wurden in der Aussicht
auf den erwarteten Profit für das Großkapital auf den zahlreich angebotenen
“Informationsveranstaltungen” kurzerhand kleingeredet oder ganz vom Tisch
gewischt.
Doch die Helgoländer lassen sich wie eh und je nicht blenden
- den Manipulationsversuchen trotzend, sturmfest und ihrer Heimat fest
verbunden, ließen sie sich nicht beirren und machten im Ergebnis der
Volksabstimmung klar: Den Verkauf und Verrat ihrer Heimat zugunsten einer
kurzfristigen Profitgier wird es mit den Helgoländern nicht geben, solange sie
die Insel bewohnen. Machen wir uns gemeinsam dafür stark, dass der
Volksentscheid auch vor der hohen etablierten Politik als richtungsvorgebend
aufgefasst wird und nicht etwa wie bei der Rechtschreibreform in SH trotz
klarer Ablehnung mit über 90% einfach ignoriert wird. Im Bürgergespräch wurde
für diesen Fall jedoch schon Widerstand angekündigt, bei dem auf den 20.12.1950
verwiesen wurde. Zum ersten Mal im Nachkriegsdeutschland begegnete man hier den
Anordnungen der Obrigkeit mit Widerstand, begründete damit hier auf der Insel
den zivilen Ungehorsam für die spätere Geschichte der BRD und erzwang die
Rückgabe der Insel am 01.03.1952 an Deutschland und die Helgoländer aus den
englischen Besatzerhänden. Offenbar ist der sturmerprobte Helgoländer in seinem
Geiste noch nicht gebrochen!
Solange die NPD nicht im Länderparlament vertreten ist,
können wir den Helgoländern nur die Bewahrung ihrer Durchsetzungsstärke
wünschen, die weiteren Entwicklungen dokumentieren und als
außerparlamentarischer Widerstand agieren. Hoffen wir, dass wir ihnen bald als
politischer Arm eine größere Hilfe in ihrem Kampf um die Bewahrung ihrer Heimat
sein können!
Quelle: Freie Kräfte aus Ostholstein
