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Historische Persönlichkeit:
Götz von Berlichingen





Als „Ritter mit der eisernen Hand“ ging Götz von Berlichingen in die Geschichte ein. Im Krieg verlor er am 23. Juni 1504 bei der Belagerung Landshuts durch einen Schuß aus einer Feldschlange (Kanonentyp des späten Mittelalters) die rechte Hand. Sie wurde durch eine mit einem künstlichen Mechanismus versehene Eisenhand, einer Art Handschuh, der am Unterarmstumpf festgeschnallt wurde, ersetzt. Diese Handprothese, die ihm seinen Beinamen einbrachte, ist heute noch zu besichtigen. Die Stellung der Finger konnte mit Hilfe von Zahnrädern fixiert werden, und es heißt, daß er damit den Schwertgriff kräftig umfassen und nach wie vor kämpfen konnte.

In Wolfgang von Goethes Schauspiel „Götz von Berlichingen“, welches in Anlehnung an die Autobiographie des Ritters verfaßt wurde, wird dieser als barmherziger Ritter dargestellt, der reiche Kaufleute überfiel, um die Beute an die Armen zu verteilen. Aufgrund dieser Taten wurde er vom Kaiser gebannt, und die Jagd auf ihn begann. Berlichingen verschanzte sich in seiner Burg, doch es dauerte nicht lange, bis er von kaiserlichen Truppen aufgespürt wurde. Bis an die Zähne bewaffnet und zu allem entschlossen umringten die Truppen seine Burg, um Berlichingen zu verhaften. „Ergib dich oder wir lassen dich verhungern wie eine Ratte“, brüllte eine der Soldaten.   

„Mich ergeben! Auf Gnad und Ungnad! Mit wem redet Ihr! Sag deinem Hauptmann: Vor Ihrer Kaiserlichen Majestät hab ich, wie immer, schuldigen Respekt. Er aber, sag’s ihm, er kann mich im Arsch lecken“, so heißt es beim Dichterfürsten Goethe.

Als er der Belagerung doch nachgeben mußte, handelte er freien Abzug aus, wurde aber entgegen der Abmachung dabei festgenommen. Götz mußte sich vor Gericht verantworten und wurde gezwungen, einen Eid abzulegen, keine Fehde mehr zu führen und auf Rache zu verzichten. Er schwor die sogenannte Urfehde. Dennoch war er nicht bereit, eine Erklärung zu unterschreiben, die ihn als Rebell gegen den Kaiser bezeichnete. Es kam zum Handgemenge, und er wurde dabei von der Bürgerwehr hart bedrängt. In diesem Moment griff sein Schwager und Weggefährte Sickingen mit 200 Mann die Stadt an und drohte diese anzuzünden. Die Ratsherren ließen Götz daraufhin frei. Nach dieser Befreiungsaktion zog sich Berlichingen erneut auf seine Burg zurück.

Obwohl Götz den Urfehdeschwur abgelegt hatte, ließ er sich von aufständischen Bauern zum Führer wählen, damit er die Dörfer vor Raubzügen schützen konnte. Sie verweigerten ihm jedoch den Gehorsam, als er ihren wüsten Ausschreitungen ein Ende zu machen versuchte. Er wurde abermals verhaftet und im Turm zu Heilbronn gefangen gehalten, wo er auch - bei Anwesenheit seiner Frau und seiner Schwester - starb. Seine letzten Worte waren angeblich: „Himmlische Luft - Freiheit! Freiheit!“ Elisabeths Antwort (die er nicht mehr hören konnte): „Nur droben, droben bei dir. Die Welt ist ein Gefängnis.“

Wenn auch einige Darstellungen in Goethes Werk „Götz von Berlichingen“ nicht den wahren Begebenheiten entsprechen, so bleibt die historische Persönlichkeit des Görtz von Berlichingen nicht zuletzt durch Goethes Überlieferung bis zum heutigen Tage lebendig.

Im Jahre 1943 wurden die bisherigen SS-Panzergrenadier-Brigaden 49 und 51 und weitere Einheiten aus dem Deutschen Reich, unter anderem die 10. Heeres-Panzerdivision, zusammengezogen. Sie bildeten in Südwestfrankreich gemeinsam die neue 17. SS-Panzergrenadier-Division „Götz von Berlichingen“.





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