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NPD Nordfriesland unterstützt
Aktionstag auf Fehmarn






Da eigentlich für den 24.Juli ein Informationsstand in Burg auf Fehmarn geplant war, dessen Durchführung sich auch wir Nordfriesen anschließen wollten, hatten wir uns den Samstag extra freigehalten. Doch fast immer kommt es anders als man denkt …

Der Infotisch war aus fadenscheinigen Gründen verboten worden, aber hat diese Tatsache uns Aktivisten nicht zurückgehalten, die Insel dennoch ausführlich über unsere Ansichten zu informieren. Statt einen einfachen Infostand in Burg durchzuführen, schwärmten wir auf der ganzen Insel aus. Da wir mit mehreren gut gefüllten Autos angereist waren, war es uns ein Leichtes, nahezu jede noch so kleine Gemeinde anzusteuern, um dort jeweils in kleineren Gruppen unser Informationsmaterial unter die Leute zu bringen. Hier und da kamen wir mit den Fehmarnern, aber auch mit einigen Touristen ins Gespräch über die geplante feste Beltquerung.
Angesichts der zahlreichen Bürgerinitiativen, die sich gegen diese Beltquerung und den Bahntrassenausbau aussprechen, wird deutlich, welch sensibles Thema dies für die Bürger der Ostseeinsel ist. Da das Wohl des eigenen Volkes bislang aber selten im Interesse der Systempolitiker stand und auch weiterhin für diese kaum von Bedeutung sein wird, sehen wir es – hier und überall sonst – als unsere Pflicht an, für das Wohl der Deutschen einzustehen. Entsprechend beharrlich wurde bereits seitens des ostholsteinischen NPD-Kreisverbandes darauf hingearbeitet, Widerstand gegen die geplante feste Beltquerung zu leisten.

Da dieses Thema aber auch für ganz Schleswig-Holstein von Bedeutung ist, haben wir Nordfriesen uns natürlich bereit erklärt, zu unterstützen und das Flugblatt „Wir bleiben konsequent! Nein zur festen Beltquerung! Nein zum Bahntrassenausbau!“ auf der gesamten Insel zu verteilen. Nach einigen Stunden hatten wir Nordfriesen ‚unsere’ Gemeinden mit Infomaterial versehen, so daß wir nach einem sehr erfolgreichen – wenn auch nicht planmäßig verlaufenen – Aktionstag die lange Rückreise an die Nordsee antreten konnten.

Das Flugblatt enthält die vier wichtigsten Gründe gegen eben diese feste Beltquerung und den Ausbau der Bahntrasse. An dieser Stelle benennen wir die wichtigsten Inhalte der vier Hauptgründe, welche die NPD Ostholstein zusammengestellt hat.

1. Arbeitsplatzvernichtung
Dank seiner vielen Ostseebäder gehört Ostholstein zu den stärksten Touristenregionen in Deutschland, allein auf der Insel Fehmarn sind 80% der Bevölkerung direkt oder indirekt vom Tourismus abhängig. Aber bei den geplanten 149 Hochgeschwindigkeits-Güterzügen am Tag, die dann durch die Ostseebäder rauschen, und der damit verbundenen Schrankenschließung alle sechs Minuten, ist das gesamte Ausmaß der Arbeitsplatzvernichtung für Menschen, die hier vom Tourismus leben, mit Schrecken zu erahnen. Mindestens 1.500 Arbeitsplätze sind allein auf der Insel Fehmarn und in der Region unmittelbar bedroht! Darüber hinaus werden auch Arbeitsplätze in Häfen wie Lübeck betroffen sein, wenn ein Großteil der Container nicht mehr wie bisher über den Schiffsweg, sondern über den Schienenverkehr abgewickelt wird.

2. Bankrott des Landeshaushaltes
Allein die Kosten der Hinterlandfinanzierung belaufen sich derzeit schätzungsweise auf 840 Millionen Euro, von denen das Land Schleswig-Holstein bis dato 60 Millionen tragen soll. Diese Summe würde bereits alle anderen Projekte im Land, wie Reparaturen oder Umgehungsstraßen, lahmlegen. Tatsache ist aber, daß diese Zahlen bereits 6 Jahre alt sind! Großprojekte werden in der Regel 60 bis 100% teurer als geplant! Und auch die Rohstoff- sowie Energiepreise sind deutlich angestiegen. Die realen Kosten werden also weit über den bisher kalkulierten liegen – laut Bericht des Bundesrechnungshofes etwa bei 1,5 Milliarden! In Anbetracht leerer Staatskassen darf auch hier davon ausgegangen werden, daß dem kleinen Mann wieder kräftig in die Tasche gegriffen wird!

3. Wohlstandsverlust und Existenzvernichtung
Am größten wird der Werteverlust der Häuser und Grundstücke natürlich entlang der neuen oder erweiterten Bahntrasse sein. Bei den geplanten täglich 149 Güterzügen, die Schallemissionen von bis zu 100 Dezibel erreichen, ist davon auszugehen, daß die direkt anliegenden Gebäude durch die entstehenden Vibrationen auch direkt Schaden nehmen. Schon jetzt ist sicher, daß die Saisonvermietung beiderseits der Strecke zusammenbrechen wird. Die Verschmutzung der Ostseeluft und die dauerhafte Lärmbelästigung werden über die gesamten Ostseebäder getragen und so schließlich den Tourismus und die Einnahmen der hier lebenden Menschen und Gemeinden existenzgefährdend vermindern.

4. Gefährdung der Natur und Umwelt
Bisher befahren Schiffe den internationalen Seeweg durch den Fehmarnbelt auf einer Breite von rund zehn Kilometern. Die aus Kostengründen derzeit bevorzugte Schrägkabelbrücke weist lediglich drei Durchfahrten von je 700 Metern aus und wird durch das Havarie-Risiko von deutschen und dänischen Lotsen abgelehnt. Laut einer Studie ist von einer Kollision in drei Jahren auszugehen! Bei diesen einkalkulierten Schiffsunfällen und den damit verbundenen Öl- und Chemikalienverlusten wird die Bedrohung des gesamtes Ökosystems der Ostsee billigend in Kauf genommen. Doch damit nicht genug! Es drohen Tausende Vögel zu verenden, da die raumfassende Brücke die weltweit wichtigsten Vogelfluglinien für rund 20 Millionen Vögel durchquert. Zudem wird durch die geplanten 70 Brückenpfeiler der Sauerstoffaustausch der gesamten Ostsee gefährdet.

Quelle: NPD-Nordfriesland




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