Neues von Antifaschist Klaus:
Klaus hatte einen Traum

Klaus, der enthusiastische Pinneberger Antifaschist hat
neben seiner ganzen politischen Arbeit, um die faschistische Gefahr
aufzuhalten, wenig Zeit zu schlafen. Doch wenn er es tut, dann aber richtig tief
und fest. Vor kurzem hatte er ein sehr intensives Traumerlebnis, welches er uns
mitteilen möchte.
Bericht 206:
Man war das ein Traum. Ich habe von der Freiheit geträumt.
Von der Freiheit aller Menschen! Alle Menschen waren frei, weil die Faschisten
besiegt und hinter Gitter waren. Kein Mensch war illegal, denn die illegalen
Menschen waren alle verboten und eingesperrt. Die Antifaschistische Bewegung
hatte durch einen tapferen, zumeist unblutigen, bewaffneten Putsch die
Herrschaft über die Welt übernommen. Unter der Losung : Keine Macht für niemand
(… oder war es alle Macht für jeden! Weiß nicht mehr so genau) sperrten wir
alle Freiheitsgegner wie z.B. Faschisten, Polizisten, Soldaten, Kapitalisten,
Wohlhabende, Personalchefs, Nicht-Antifaschisten usw. ein. Somit waren alle
Menschen frei! Ich war Aufseher in einer Fascho-Moyzelle, das war so eine Art
Internierungslager für Faschisten, nur natürlich viel humaner, denn statt
braunen oder schwarzen Uniformen trugen wir bunte Hippieklamotten. Und auch die
faschistischen Häftlinge trugen keine Lageruniform mit Nummer, sondern einen
bunten Sack mit Kennzeichen. Ich habe sie zur Arbeit und Abstrafung eingeteilt.
Die Abstrafung hat mir besonders gut gefallen. Ich konnte selbst entscheiden,
wen ich warum mit meinem antifaschistischen Friedenstock friedlich prügelte.
Ha, ha, jetzt konnten diese Unterm… ähh Faschisten mal sehen wie schön es ist
keine Macht zu haben. So schön ist eine Welt, wenn keine Menschen keine Macht
über niemanden haben. Wir haben ihnen dann auch ihr Fehlverhalten eingebläut
und ihnen beigebracht, dass kein Mensch jemals Macht über einen anderen
Menschen haben darf und dass kein Mensch (außer sie natürlich) illegal ist.
Vielleicht wären sie dann irgendwann frei von jedem Dogma gewesen, so wie wir
Antifaschisten. Unser Moyzellenchef, der eigentlich kein Chef war, sondern nur
jemand der bestimmt hatte was richtig und falsch ist, hatte verkündet:” Wer
diese Regenbogenfriedensfahne antastet, Genossen, der muss gnadenlos
zusammengeschlagen werden.” Dieser freien Meinungsäußerung folgten wir all zu
gerne und freiwillig. Gut hätten wir es nicht gemacht, wären wir wohl als
Faschisten angeklagt worden, aber dann hätten wir die Strafe auch verdient!
Schließlich verdienen Unterm… ähh Faschisten die Höchststrafe.
Dann gab es da noch ein anderes Land, weiß nicht mehr wie
das hieß, das wollte irgendwie nicht mitmachen, die erzählten irgendwas von
Selbstbestimmung oder so was ähnlichem. Da nahmen wir unsere Gewehre und Panzer
und fuhren in das Land und befreiten die Menschen in unsere Fascho-Moyzellen.
Die Waffen hatten wir eigentlich nur zum Selbstschutz vor beratungsresistenten
Individuen, ansonsten hatten wir alle anderen abgerüstet. Die Bewohner des
Landes fanden das nicht gut in unseren Fascho-Moyzellen, aber sie waren auch
keine Linksintellektuellen wie wir, die das begreifen konnten. Und so benutzten
wir unsere antifaschistischen Friedensstöcke, um ihnen das auf einigermaßen
friedliche Weise beizubringen.
Da sagte einer der Häftli… äh Moyzellenbewohner : “Ihr seid
doch die wahren Faschisten!” Da bin ich aufgewacht. Was für ein herrlicher
Traum, vielleicht wird er ja irgendwann für die Menschheit wahr und sie können
sich an der Weisheit des Antifaschismus laben.
Nur den Schluss habe ich nicht ganz verstanden…
Gez. Klaus - Antifa Pinneberg
Quelle: Jugend für Pinneberg