Antiisraelisches Wetterleuchten

Eine bisher noch ungeklärte Zahl an Menschen starb in der
Nacht von Sonntag (30.5) auf Montag (31.5) auf einem der Schiffe der pro-
palästinensischen Flotte, die versucht hatte die israelische Blockade des Gaza
Streifens zu durchbrechen, damit verschiedene Güter wie Medikamente, Baustoffe,
Lehrmaterialien und auch Nahrungsmittel in das Gebiet gelangen könnten. Bevor
diese jedoch ihr Ziel erreichten, haben israelische Eliteeinheiten die Schiffe
in internationalem Gewässer aufgebracht und erschossen dabei wenig
gastfreundliche Mitfahrer, so dass danach die Flotte in israelische Häfen der
Sicherheit gebracht werden konnte.
Es ist ein Ereignis, das den jüdisch- palästinensischen
Konflikt blitzartig wieder in die öffentliche Debatte geschleudert hat. War es
doch seit dem Gaza- Krieg (Anfang 2009) in der westlichen Wahrnehmung relativ
ruhig geworden.
Nach dem betäubenden Jubel um den deutschen Sieg von der
durchaus sympathischen Lena-Meyer Landruth beim Grand Prix, geschah es plötzlich,
dass man auf der Bühne der Weltpolitik reagieren, agieren und sich erklären
muss. Die Bundeskanzlerin schaffte es ausnahmsweise, in einem Interview im ARD-
Brennpunkt (Thema war der Rücktritt Horst Köhler) Israel aufzufordern eine
unabhängige Aufklärungskommission zu beauftragen, um das Geschehene
aufzuklären. Ärgerlich nur, dass im Uno Menschrechtsrat sich leider gerade die
westlichen Staaten nicht dazu durchringen konnten, dem Antrag auf eine
unabhängige Untersuchungskommission ihr „Ja“ zu geben. Die proisraelischen USA
stimmten solidarisch wie immer mit „Nein“. Israel selber lehnt dies unisono ab.
Bemerkenswert im gleichen Atemzug ist dabei auch der Umstand, dass sämtliche
Filmaufnahmen seitens der Schiffsbesatzungen vorsorglich ebenfalls erst einmal
in israelische Sicherheit gebracht worden sind.
Im Vergleich zum typischen Medienverhalten, ist es
erfrischend für den nationalen Aktivisten zu verfolgen, wie endlich ein Wind
der Aufregung in der etablierten Journallaie zum Thema Israel zu finden ist. So
verglich die Zeit in ihrer aktuellen Ausgabe (NR. 23, 2 Juni 2010) die
Entwicklung der Ereignisse mit einer „weltpolitischen Krise“. Die Spiegel
Online Ausgabe berichtet von krassen Zuständen in der Knesset, da arabische
Abgeordnete vor Übergriffen von jüdischen Kollegen geschützt werden müssen
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,698418,00.html).
Dazu laden die Tagesthemen den linken Antizionisten
Norman Paech ein, der dann auch sogleich das völkerrechtswidrige Vorgehen
seitens der israelischen Armee unterstreicht
http://www.youtube.com/watch?v=LtiWxETAt14&feature=player_embedded
Jetzt muss das Verbrechen Israels weiter thematisiert
werden.
Denn der unerträgliche Zustand dieses Konfliktes, der sich
so schwierig und unmenschlich zeigt, ist als Singularität zu nennen. Die Armut,
der Hunger, die Gewalt, der Schmerz und die bei den Menschen oft verloren
gegangene Hoffnung sind andauernde Beschreibung für ein Problem, dass
Generationen beschäftigt hat. Ein Problem in dieser Komplexität und
Schrecklichkeit muss angegangen werden. So sind es linke (Jürgen Elsässer,
Teile der Partei die Linke und viele Einzelne) und genauso rechte
(NPD/JN, freie Nationalisten) Israel-Kritiker in Deutschland, die sich Gedanken
machen, was die Ursachen und Zustände dieses Konfliktes sind.
Dabei ist die Israel- Lobby in den USA und auch in Deutschland
der Faktor, der auch uns als nicht direkt betroffene Menschen motivieren muss.
Durch jene Lobby stützten wir Deutschen militärisch und diplomatisch die
Unterdrückung eines ganzen Volkes. Um das zu ändern ist es höchste Zeit diesen
Lobbyismus (Zentralrat der Juden in Deutschland, AIPAC in den USA) als einen
oberflächlichen Diskreditierungsarm zu entlarven, der die Verbrechen des
Staates Israel deckt und relativiert. Uns fordert ein Befreiungsnationalismus,
der inter-national solidarisch ist, auf dagegen zu protestieren! Dieser Protest
hat trotz der Geschichte auch aus deutschen Munden zu erschallen, da wir durch
unser Weltbild in der Pflicht sind kein politisches Themenfeld aus
strategischen Gründen zu meiden. Die breite gesellschaftliche Aufregung über den
Vorfall mit der „Freiheitsflotte“ sollte auch für nationale Sozialisten ein
Wetterleuchten sein, dass uns eine bessere Möglichkeit gibt unser
Selbstverständnis zu präsentieren!
Nach diesem Selbstverständnis fordern wir:
- Die Freiheit und Selbstbestimmung Palästinas
- Die internationale Verurteilung und Sanktionierung
israelischer Verbrechen
- Eine gesellschaftliche Debatte über die Notwendigkeit des
§ 130 StGB (Volksverhetzung), der eine freie Meinungsäußerung massiv
einschränkt.
- Die Neutralisierung deutscher Außenpolitik im
Nahostkonflikt
- Die deutschen Marineeinheiten im Mittelmeer (vorm Libanon)
sollen zum Schutz vor Piraterie eingesetzt werden
- Sanktionierung der israelischen Atomwaffenpolitik, Israel
muss dem Atomwaffensperrvertrag beitreten und sein Arsenal offen legen
Insgesamt sollen jene Forderungen dazu beitragen die
Sonderrolle Israels zu beenden und neue Perspektiven für eine Verbesserung der
Situation zu finden.
Der Status Quo ist nicht hinnehmbar und gehört angeklagt!
Solidarität mit Palästina!