"Tag der deutschen Zukunft"
Scheint die Sonne auch für...?

Ja das tat sie und zwar am Tag
der Deutschen Zukunft in Hildesheim am 5. Juni 2010. Diese Demonstration, von
mehr als 700 zivilcouragierten Deutschen, kann mit Fug und Recht als großer
Erfolg bezeichnet werden. Waren wir am 6. Juni 2009 am Tag der Deutschen
Zukunft, hier bei uns in Pinneberg, gerade mal 200 Teilnehmer (was für eine
Stadt von der Größe auch ein schöner Erfolg war), so waren es ein Jahr später
fast viermal so viele.
Gerade für uns als Jugend Pinneberg, die ja so zu sagen den Startschuss für
diese hoffnungsvolle Kampagne gegeben hat, war es natürlich Pflicht auch in
einer größeren Abordnung nach Hildesheim zu kommen. Die Hinfahrt, die wir per
Bahn antraten, erwies sich als sehr stressfrei und unterhaltsam. In dem
Metronom von Verden nach Hannover bot ein Mitarbeiter des Zuges uns sogar ein
ganzes Abteil in der ersten Klasse für unsere etwa 50köpfige Truppe an, ohne
Aufpreis versteht sich. In Hannover trafen wir auf die AG Kiel und andere
Kameraden, dass wir schon hier auf über 100 Köpfe anwuchsen.
In Hildesheim angekommen wurden
wir Zeuge der schon vorher angekündigten Schikanen der Polizei. Jeder, der bis
dato 600Aktivisten musste durch ein Durchsuchungszelt. Gemessen an der Menge
der Teilnehmer wurden relativ wenig Gegenstände beschlagnahmt, in unserem Fall
eine schwarze Jacke, die den falschen Schnitt hatte. Angesichts der scheinenden
Sonne, war das für den Betroffenen eher angenehm, diese nicht im Gepäck zu
haben. Auch Fahnenstangen wurden widerrechtlich gekürzt und mussten wenig
später von der Polizei per Klebeband geflickt werden, da die Verantwortliche
Polizistin den Auflagenbescheid nicht gelesen hatte. Wer durch das Zelt durch
war, erkannte sofort eine Reichsfahne, die ein Bürger aus Solidarität aus dem
Fenster gehangen hatte. Für diese mutige Aktion erntete der Mann einen kleinen
Applaus. Nach nur 3 Stunden Verspätung (da musste Hildesheim uns halt ein wenig
länger aushalten), ging es dann endlich los, obwohl noch eine Gruppe von über
100 Kameraden auf dem Weg war und durch weitere Schikanen der Polizei
aufgehalten wurden. Während der Anfangsredebeiträge ging die Behörde mit einem
Dezibelmesser herum, um zu prüfen, ob der zugelassene Wert auch nicht
überschritten wurde. Eine solche Auflage gibt es wohl nur beim Nationalen
Widerstand und sucht in ihrer Lächerlichkeit ihres Gleichen. Aber auch für
diese Schikane wurden Lösungen gefunden. Schon zu Anfang des Marsches durch das
“Migrantenviertel” von Hildesheim, wurden mehrere schwarz/weiß/rote und
schwarz/rot/goldene Fahnen zu unserer Begrüßung aus den Fenstern gehängt,
später folgten dann noch selbst gemachte Transparente und ein älterer Mann
streckte uns aus dem Fenster sogar seinen Arm entgegen, was einem heute nicht
mehr legalen Gruß glich. Alles Gesten der Hoffnung auf die Befreiung vom
multikulturellen Wahn, durch die Nationale Bewegung. Wir fühlten uns dadurch
sehr geehrt. Die Zwischenkundgebung bot verschiedene Redebeiträge u.a. von Axel
Reitz und Christian Worch, die sich mit Überfremdung, sozialer Ungerechtigkeit
und Gesellschaftskritik befassten. Anschließend wurden dutzende schwarze, weiße
und rote Luftballons, an denen Karten mit wichtigen Daten des Tages der
Deutschen Zukunft befestigt waren, in die Luft gelassen und traten ihre Reise
an. Danach gab es eine kleine Pause in der man eine kleine Gruppe
Rotfaschisten, die unter den rhetorischen Peitschen ihrer kapitalistischen
Herren angetreten waren, um den Marsch zu blockieren, bewundern konnte.
Hauptsächlich drängten sich hinter dem Absperrgitter keifende Flintenweiber,
deren verzweifeltes Gegeifer vorher gar nicht wahrgenommen wurde. Alternativ
war noch die Pferdestaffel der Polizei zu begucken, deren Exkremente zum Teil
die Straßen zierten. Alles in allem recht amüsant.
Auf dem Rückmarsch stießen die verbliebenen Kameraden zu uns und es wurde
beschlossen, diese Gelegenheit zu nutzen, um eine weitere Zwischenkundgebung
abzuhalten. Nebenbei gab es Würstchen und Getränke.
Auf dem Rückweg gab es lediglich eine Unannehmlichkeit. Auf dem Hauptbahnhof
griff eine Gruppe Rotfaschisten einen älteren Kameraden an und drehte ihm den
Arm auf den Rücken. Gerüchten zu Folge handelte es sich hier um eine Gruppe
“Linker Handballhooligans” aus Flensburg. Zu ihrem Pech war der Kamerad, nicht wie
sie anfangs meinten allein, sondern eine Gruppe unsererseits kam ihm zu Hilfe.
So zogen es die tapferen “Handballhooligans” dann doch vor, unter Polizeischutz
in das letzte Abteil unseres Zuges zu steigen und sich dort bewachen zu lassen.
Der Einsatzleiter der Polizeitruppe hatte die Situation voll im Griff und man
kann ihm nur Dank für seine Kompetenz aussprechen.
So war der Tag der Deutschen Zukunft geschafft. Es wurde ein makelloses Zeichen
gegen Überfremdung, Rassismus, Faschismus und gegen ein unsoziales System
gesetzt. Friedlich, diszipliniert und erfolgreich! Auch der Hass, der von den
Gegnern dieser Initiative entgegengebracht wurde, musste dem gerechten Zorn der
Bewegung weichen. Deutlich merkte man die Hilflosigkeit, sei es durch
verzweifelte und lächerliche Schikanen des Systems oder durch sinnlose
Provokationen seiner Knechte.
Wir sind auf dem Vormarsch und dürfen uns jetzt nicht auf so einem Erfolg
ausruhen, sondern müssen noch energischer und aktiver unseren Widerstand
zeigen.
Vielen Dank
gilt Dieter Riefling und seiner Kameradschaft für die wunderbare
Mobilisierungsarbeit, Improvisation und Durchführung dieser Aktion!
Quelle: Jugend für Pinneberg

