Trauermarsch in Demmin

Da freie Kräfte aus Steinburg und Dithmarschen für ihre
eigene Aktion am 8. Mai nicht das erhoffte Wetter hatten, beschloß man
kurzfristig am Trauermarsch in Demmin teilzunehmen.
Als wir um 18:00 Uhr in Demmin am Sammelpunkt eintrafen,
hatten sich bereits 250 nationale Aktivisten eingefunden. Mit etwas Verspätung
setze sich der Trauerzug in Dreierreihe mit Trommeln und klassischer Musik in
Bewegung. Ohne Störungen führte uns der Marsch für mehrere Stunden durch die
Demminer Stadt. Am Rande wurden von zwei Aktivisten Flugblätter an die
Passanten verteilt, um über das Ansinnen des nationalen Marsches zu
informieren. Als wir den Kundgebungsort am Hafen erreichten, hatten uns bereits
etliche Bürger wahrgenommen. Es sprachen der nationale Aktivist Marcus Neumann
sowie ein Vertreter der örtlichen Strukturen. Beide gingen in ihren Reden auf
das Leid der Demminer Bevölkerung im Mai 1945 ein. Eindrucksvoll und traurig
zugleich schilderten sie, wie die Rote Armee Anfang Mai 1945 in das bis dahin
unzerstörte Demmin einzog und ein unvorstellbares Martyrium auslöste. In
Zeitzeugenberichten wurde u.a. all das Leid und die Not vorgetragen, in dessen
Folge sich 2.000 deutsche Frauen, Kinder, Greise und Männer das Leben nahmen.
Es wurde aber auch verdeutlicht, daß der 8. Mai noch in anderer Hinsicht ein
Schicksalstag unseres Volkes ist und alles andere, aber keine Befreiung war.
Denn in Folge des 8. Mai wurde unserem Volk durch die so genannte
„Re-Education“ (Umerziehung) das Volkstum genommen. “Die Besatzer von 1945
kamen nicht als Befreier, sonder als Sieger und das nicht nur in Demmin,
sondern überall in Deutschland”, hieß es sinngemäß. Zwischen den Reden wurde
eine Schweigeminute abgehalten und im Anschluß daran, in Erinnerung an die
Opfer von Demmin ein Kranz in die Peene gegeben.
Am Ausgangspunkt endete auch der Trauermarsch. Der Anmelder
Michael Gielnik bedankte sich bei allen Kameraden für die gezeigte Disziplin
und machte deutlich, daß es der volkstreuen Jugend wieder einmal gelungen sei,
in Würde all jenen Toten unseres Volkes zu gedenken, die der so genannten
“Befreiung” der Besatzer von 1945 zum Opfer fielen. Die Veranstaltung wurde
aufgelöst und wir traten die Heimreise an.