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Der Verfassungsschutz lobt das
Weltnetzportal "mein-sh.info"






Der jährliche Verfassungsschutzbericht des Landes Schleswig-Holstein gehört für vielen Aktivisten jedes Jahr im Mai zur Pflichtlektüre. Was die Spitzel an Informationen zusammentragen, wird sicherlich meist im warmen und trockenen Büro von den unzähligen nationalen Weltnetzseiten übernommen. Und da sind wir auch schon beim Thema. Der aktuelle Verfassungsschutzbericht betrachtet die nationalen Aktivitäten im Weltnetz mit großer Sorge. Besonders unser Weltnetzportal scheint es den „Hütern der Verfassung“ (welche Verfassung? – Haben wir nicht nur ein Grundgesetz?) angetan zu haben. Auf knapp 3 Seiten wird über „mein-sh.info“ berichtet. Demnach ist das Projekt die zentrale Seite der Neonazis in Schleswig-Holstein:

"Die Seite hat sich im Jahr 2009 zu einem der umfangreichsten und wichtigsten rechtsextremistischen Internet-Angebote aus Schleswig-Holstein entwickelt….Dies wird nicht nur durch die Verlinkung der Seite auf fast allen Internet-Seiten aus Schleswig-Holstein deutlich. Das Portal wird unter anderem auch mit Visitenkarten oder Aufklebern beworben."
(Quelle: VS-Bericht 2009, Seite 40)


Auch über die Berichterstattung finden die Verfassungsschützer durchaus positive Worte:

"Die Veröffentlichungen auf der Seite stammen aus nahezu allen Spektren des Rechtsextremismus. So berichten „Aktionsgruppen“ nicht nur auf ihren eigenen Seiten über Aktivitäten, wie Teilnahmen an Kundgebungen, Kranzniederlegungen und Grillfeiern, sondern auch auf „mein-sh.info“. Die Berichterstattung über verschiedene anlassbezogene Veranstaltungen, wie beispielsweise zum „Heldengedenken“ am Volkstrauertag, wird auf der Seite oft auch in einem Artikel zusammengefasst. Nur folgerichtig ist es daher, dass nahezu sämtliche „Aktionsgruppen“ aus Schleswig-Holstein als Kontaktmöglichkeiten auf der Seite vertreten sind. Auch die Berichterstattung über die Aktivitäten der NPD nimmt einen Teil dieses Portals ein. So wurde im Wahljahr 2009 von Neonazis verstärkt über deren Einbindung in den Wahlkampf in Schleswig-Holstein berichtet. Die Neonazis nutzen „mein-sh.info“ oftmals für Beiträge zu verschiedenen allgemein-politischen Angelegenheiten. Namentlich meist nicht genannte Autoren erläutern hier ihre Sicht der Dinge zu Fragen des politischen „Systems“ und seiner Abschaffung oder zur US-Außenpolitik. Berichte zu verschiedenen neonazistischen
Kundgebungen, wie dem alljährlichen „Trauermarsch“ in Lübeck, runden das Bild ab." 
(Quelle VS-Bericht 2009, Seite 41)


Wenn wir es nicht besser wüsste, könnte man meinen, diese Aussagen stammen nicht vom Verfassungsschutz, sondern aus einer Werbeschrift für unser Weltnetzprojekt:

"Insgesamt erfüllt die Seite „mein-sh.info“ viele Aufgaben, die für die rechtsextremistische Szene nützlich sind. Durch den breit gefächerten Adressatenkreis und die Vielzahl der Themen wirkt das Portal als „virtuelle Klammer“ der rechtsextremistischen Szene in Schleswig-Holstein, als zentrales Sprachrohr und Schulungs-Plattform. Zudem wird der eigenen Klientel ein gewisses Maß an Geschlossenheit und Stärke vermittelt." 
(Quelle: VS-Bericht 2009, Seite 42)


Die lobenden Worte des Verfassungsschutzes scheinen das Interesse an unserem Weltnetzprojekt geweckt zu haben, denn die Zugriffszahlen sind seit der Veröffentlichung des VS-Berichts erheblich angestiegen.  Wir danken dem neuen Innenminister Klaus Schlie und  seinen Schnüfflern aus Kiel für diesen Besucheransturm und hoffen auch im folgenden Jahr auf weitere staatlich geförderte  „Werbeartikel“.

 

 

 




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