Dresden 2010
Ein Aktionsbericht der Pinnerberger Kameraden

Anreise
Am 13.02.2010, nach pünktlicher Abfahrt unseres
vollbesetzten Busses aus Pinneberg und verkehrsbedingtem Unglück traf unsere
Gruppe verspätet in Dresden ein. Während der Fahrt wurden informative Reden zu
den Hintergründen und Begebenheiten der Geschichte Dresdens gehalten und
einander ausgetauscht. Aufgrund von Vollsperrung der Autobahn mussten wir
leider einen enormen Zeitverlust und Umweg in Kauf nehmen, der uns somit den
Anschluss an andere Reisegruppen aus dem Norden verwehrte und uns zu spät zum
Sammelpunkt Wilder Mann zustoßen ließ, der mittlerweile verlassen war. Durch
Koordination mit Kontaktleuten vor Ort wurden wir instruiert, über die
Großenheiner Str. zum zentralen Sammelpunkt Neustädter Bahnhof zu gelangen. Wir
beschlossen zur Sicherung des Busses vor Entglasung, den weiteren Weg (ca.
1km)zu Fuß zurückzulegen, da mit Feindkontakt zu rechnen sei.
Wie es sich herausstellte, war die Gruppe des Treffpunktes
Wilder Mann offensichtlich einige Minuten zuvor die selbe Strecke gegangen,
hinter der sich nun einige Hundert Gegendemonstranten der Linken, IGM, Antifa,
etc.. bewegten. Wir hatten, nachdem uns 2 Polizeisperren durchwinkten
(Zitat:"Die Straße ist frei") auf ca. 200m Sichtkonktakt zur
Gegendemo am Großenhainer Platz. Da ein Durchkommen an dieser Stelle nicht
möglich war und in den Seitenstraßen immer mehr gewaltbereite Chaoten zu sehen
waren, traten wir den Rückzug an. Die Koordination zum Versammlungsort schlug
fehl und die Situation drohte zu eskalieren.
Turbulenzen
Wenige Minuten später offenbarte sich auf selber Straße ein
schneller Abzug und völliges Fehlen der Polizei, welche uns zuvor zur
Gegendemonstration durchwinkte. Ca. 100 linke Chaoten begannen den hinteren
Teil unseres Zuges mit Flaschen, Steinen und Schusswaffen zu attackieren, indem
sich einige Pinneberger Kameraden und der Vorstand des NPD-Verbandes Westküste
mit Ingo Stawitz befand. Ungefähr 10 Kameraden hielten den Angreifern entgegen,
wobei es zu 3 Verletzten auf unserer Seite und 7-8 Veletzten bei den Angreifern
kam. Ein am Boden liegender dänischer Kamerad erlitt eine Platzwunde, als ihm
ein großer Eisblock auf den Schädel geschlagen wurde. Es gelang nach dieser
Auseinandersetzung dem hinteren Zug, der die Chaoten auf Distanz gehen ließ,
Zuflucht in einer Tankstelle zu finden, die gute Verteitigungsmöglichkeiten
bot, allerdings unter darauffolgenden Angriffen der Chaoten schweren Schaden
genommen hat. So stand die Tankstelle unter Beschuss von Feuerlöschern, CS-Gas und
etlichen Steinen. Es kam dabei allerdings nicht zu weiteren Verletzten auf
unserer Seite, was durchaus anders hätte ausgehen können, wenn der Treibstoff
der Zapfsäulen, der beim Angriff durch die Chaoten draußen verteilt wurde, auch
noch angezündet worden wäre.
Ca. 20 Minuten später, nachdem die in Panik geratene
Tankstellenleiterin die Polizei alarmierte, erschienen lediglich 4
Einsatzfahrzeuge, die sich auch noch vom Tankstellenpersonal überzeugen
wollten, ob nicht wir(sic!) die Tankstelle angegriffen hätten. Ein Krankenwagen
traf einige Zeit später auch noch ein und kümmerte sich um akute Verletzungen.
Heimreise
Die Sitiution beruhigte sich und die Meldungen über weitere
Zusammenstöße und den Verlauf des Marsches bzw. der Kundgebung trafen bei uns
ein. Als die Veranstaltung seitens der Polizei offiziell aufgelöst wurde, war
auch für uns die Zeit gekommen, weitere Schäden zu vermeiden und uns auf den
Heimweg zu machen. Unser Bus blieb unbeschadet. Auf der Rückfahrt wurde viel
spekuliert, der Tag reflektiert und die Fehler gesucht, die uns allen an diesem
Tage untergekommen waren. Es trafen unter anderem auch noch Meldungen über
etliche Schwerverletzte und sogar 2 tote Kameraden ein, welche allerdings zu
dem Zeitpunkt noch nicht bestätigt werden konnten, aber angesichts der Gewalt
in den Dresdener Straßen nicht völlig unrealistisch schienen. Bei der Ankunft
in Pinneberg war die Polizei offensichtlich schon ganz gespannt auf unser
Erscheinen, da sie mit ca. 30 Beamten den ganzen Pinneberger Bahnhof besetzte.
Aufgrund von offensichtlich mangelhafter Arbeit des Überwachungspersonals beim
Verfassungsschutz standen die Beamten zur falschen Zeit an falscher Stelle,
kontrollierten lediglich zufällig vorbeikommende Kameraden und diskutierten in
der Kälte wunderlich, wo denn unser Bus sei oder wann er denn eintreffe, da sie
noch von einer "Spontandemonstration" meinten, Kenntnis zu haben.
Fazit:
An diesem Tag wurde in Dresden eine neue Dimension der
Gewalt und Maßnahmen offenbart, um Veranstaltungen des nationalen Widerstandes
in dieser Größenordnung zu verhindern. Während sich bis zu 6500 Kameraden im
Kessel von Polizei und Chaoten in Neustadt befanden, schwirrten etliche
Reisegruppen von zusammen ca. 4000 Personen im Dresdener Stadtgebiet umher,
denen ein Zustoßen zum Versammlungsort unmöglich gemacht wurde. Die Polizei
setzte in ihrer Strategie gezielt auf Eskalation, wo diese ohne großes Aufsehen
zu fördern war. Unsere Gruppen wurden durch Straßenzüge geschickt, ungehindert
Kontakt zu linken Chaoten zu bekommen, während sich die Staatsmacht aus dem
Staub machte und letztendlich auf Grund der gewollten Eskalationen der
fadenscheinige polizeiliche Notstand ausgerufen wurde. Diese Ergebnisse werden
nunmehr dazu dienen, Verbotsgründe für kommende Großveranstaltungen mit
Augenmerk auf den 13.02.2011 in Dresden zu liefern. Wir haben es aber trotzdem
geschafft, mittlerweile ein Potential von 10000 Mann zu einem Anlass zu bewegen
und dieses wird das System in Zukunft auf's Ärgste zu bekämpfen wissen. So sind
wir gefragt, aus Fehlern zu lernen, neue Taktiken und Wege zu finden, um das
immer größer werdene Potential auf die Straße zu bringen und unsere Anliegen
nach Außen zu tragen.
In diesem Sinne: "Eine verlorene Schlacht ist noch
lange kein verlorener Krieg."
Gez. Körnel