Gemeinsame Julfeier in Ratzeburg

Bereits am frühen Abend des 23. Dezembers fanden sich in Ratzeburg Kameraden aus
Mecklenburg, Stormarn, Lübeck, Lauenburg
und sogar Nordrhein-Westfalen ein, um gemeinsam eine Julfeier durchzuführen.
Von einem Parkplatz aus ging es in Zweierreihen unter
Fackelschein zu einem Platz, der früher auch von der HJ zu Zeremonienzwecken
genutzt wurde. Ausgewählt wurde dieser Platz nicht nur aus historischen
Gründen, sondern auch wegen seiner Kreisform. Wie bekannt sein sollte symbolisiert
diese Kreisform die Sonne und schon unsere Vorfahren hielten ihre
Sonnwendfeiern auf solchen Plätzen ab.
Im Vorwort der Veranstaltung wurde unter anderem auf diese
Zusammenhänge hingewiesenen. Im zweiten Teil wurde näher auf die Geschichte des
germanischen Festbrauches eingegangen,
sowie auf die Umdeutung durch die Kirche und den Missbrauch dieser Feiertage in
der heutigen Konsumgesellschaft. Es
wurden die Ursprünge von Wotan als dem „Ruhmesprächtigen“ Ruprecht bis zum Coca
Cola Weihnachtsmann, vom Wotanstag bis zum Friggatag, über den Weihnachtsbaum
usw. erläutert, sowie deren Umdeutungen
in der heutigen Zeit.
Im dritten Akt dieser kulturellen Veranstaltung wurde noch
einmal auf die Geschichte Ratzeburgs eingegangen, ein Blick auf die
Altstadtinsel geworfen, bevor die Flammen der Fackeln an einer historisch
bedeutsamen Quelle erstickt wurden.
Nachdem sich alle mit Grünkohl und Kassler oder Bockwurst
gestärkt oder mit (alkoholfreiem) Glühwein gewärmt hatten, ging es zum letzen
Teil des offiziellen Programmes. Am wärmenden Feuer wurde angesprochen, wie wir
Weihnachten feiern, wie es unsere Vorfahren feierten und wie wir es feiern
sollten: als eine besinnliche und friedliche
Zeit der Hoffnung auf bessere Tage!