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Nationalisten und Piraten im Wahlkampf





 
Gut 2 Wochen vor der Bundes- und Landtagswahl haben Sylter  Nationalisten damit begonnen die Bürger der Insel über alternative politische Vorschläge der NPD aufzuklären. Landespolitisch sind wir dabei auf den Skandal der Steuergeldverschwendung in Verbindung mit der HSH Nordbank und aktuelle Bildungsbomben (genannt Schulreformen) einzugehen, während bundespolitisch vor allem der Afghanistankrieg und die düster anmutende Zukunft der deutschen Jugend thematisiert wird!

Gezielt wird dabei versucht besonders Erst- und Jungwähler anzusprechen, da diese durch mediale Kompetenz und Wissbegierigkeit deutlich leichter zu erreichen sind als das etablierte Stammwählerpotential aus älteren Generationen. Gerade in der jungen Wählerschicht gilt das Pseudonym "Volkspartei" für SPD und CDU nicht mehr. Vielmehr sind es Parteien wie NPD oder Piratenpartei, die eindeutig inhaltliche Akzente setzen können und diese auch als wirklich "anders" und sinnvoll von Jugendlichen aufgenommen werden.

Auch auf Sylt sind Plakate von den "Piraten" in den Straßen aufgetaucht. Dies ist bemerkenswert, weil vor kurzem der hiesige Landesverband nicht einmal an die hundert Mitglieder zählte, sich aber inzwischen laut Landesseite auf eine Zahl von 300 steigern konnte. Somit hat die Partei einen quantitativen Zulauf, der vorerst nicht zu enden scheint, aber unter dem Gesichtspunkt zu betrachten ist, daß viele Neumitglieder der Piraten nur leicht politisiert sind. 

Dagegen macht die NPD wie der gesamte Nationale Widerstand eine Phase der Stagnation durch. Dies sozialkompetent zu analysieren ist nun nicht die Motivation dieses Textes, jedoch seien ein paar Bemerkungen hierzu gemacht.

Die Piratenpartei tritt modern, frech und jung auf. Sie forciert ihr Politikfeld auf jugendaktuelle Themen wie Privatsphäre im Internet, Antilobbyismus, Bildung und Patentneuordnung. Und hier liegt der große Unterschied zur konzeptionellen Vorstellung des Nationalismus, der als eine politische Theorie Antworten an alle Fragen menschlichen Seins herausfordert und gibt. Die politischen Inhalte sind oberflächlich und aus diesem Blickwinkel unterstützenswert, sofern diese als Tabubrecher dienen. Denn selbstverständlich sind auch wir gegen die Gängelung des Geistes unseres Volkes durch Zensur und eingeschränkte Meinungsfreiheit, sind wir gegen den Lobbyismus, welcher als eines der Grundübel des Parlamentarismus zu betrachten ist und sicher sind wir auch gegen die Aberkennung elementarer Rechte des Menschen. Nur dürfen wir bei den Piraten nun auch mal genau hinschauen und schon erkennen wir folgende Umstände:
1. Die Meinungsfreiheit der Piraten hört da auf wo das Tabu gebrochen würde. Nämlich dem Revisionismus! Bezeichnend das Beispiel des ehemaligen Bundesvorständlers Bodo Thiesen, der sich schlicht darauf berief, daß Personen, die die Kriegsschuld Deutschland bezweifeln oder neu betrachten eigentlich ja auch nur ihre freie Meinung kundtun würden. Der Herr hatte nicht einmal selber die Kriegsschuld Deutschlands konkret bezweifelt, sondern nur für die Meinungsfreiheit eventueller Anzweifler plädiert und an themenbezogenen Diskussionen im Jahre 2003 (sic!)teilgenommen. Heute sitzt die genannte Person nicht mehr im Vorstand der Piratenpartei und ist wohl auch nicht mehr lange Mitglied derselben!

siehe: 
http://www.piratenpartei.de/node/818/20356

2. Die Konzeption gegen Lobbyismus fehlt bis dato im Parteiprogramm der Piratenpartei und kann daher wohl als eine gewisse Art von Populismus abgetan werden, auch wenn wir konstatieren wollen, dass wohl alle Mitglieder der Piraten eine wohlgemeinte Absicht hinter dieser Parole haben. Bei Bedarf können geneigte Piraten sich gerne melden, um mehr über ein alternatives, freies und realdemokratisches System zu erfahren!
3. Die Piratenpartei ist stark internationalistisch strukturiert was Inhalt und Selbstverständnis angeht. So gibt es quasi identische Parteien bereits in mehreren Ländern Europas und der Welt. Dieser Umstand spiegelt sich auch im Wahlprogramm wieder, indem bereits in Kapitel 1 angeblich gebrüllt wird: "Wir kämpfen dafür, die Menschenrechte national wie international durchzusetzen." 

siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2009/Wahlprogramm

Man möchte also Menschrechte "international" durchsetzen. Ein generell löbliche Einstellung, denn jeder Mensch besitzt Rechte, die es zu verteidigen gilt. Nur klingt dieser Satz doch leider sehr stark nachdem was seit Jahren unsere BRD-Politikerklasse von sich gibt. Konkret: Es wird für Menschenrecht geklingelt und unter fadenscheinigen Begründungen (Genozid im Kosovo, Terror in Afghanistan, Massenvernichtungswaffen in Irak) begehen wir mit der Nato oftmals schlimme Verbrechen und negieren das Völkerrecht. Im Programm der Piraten findet sich kein Bekenntnis zum Völkerrecht, sondern nur die Forderung, daß Menschenrechte durchgesetzt (erzwungen?) werden müssen. Es wird vergessen, daß Menschenrechte auch mit kultureller Eigenart und völkischen Bewusstsein in Verbindung gebracht werden müssen. Ebenso wird vergessen, daß bei der angeblichen Durchsetzung derselbigen oftmals sehr viele unschuldige Menschen sterben und Kulturen zerstört werden. Es bleibt abzuwarten inwieweit sich die Piraten hierzu noch äußern und selbst definieren werden.

Entern die Piraten unter Berücksichtigung vorhergehender Punkte nun Gerechtigkeit und Freiheit oder nur Macht und Einfluß? Wir werden es beobachten! Auf Sylt und im ganzen Land. Bis dahin werden wir weiter Flugblätter verteilen und Plakate hängen, damit auf Sylt für eine wirkliche Alternative Öffentlichkeit gemacht wird. Dem Nationalismus in Parteiform: NPD!





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