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Tierquälerei im Zirkus





Wer erinnert sich nicht gerne an seine Jugend? Und sicherlich sind einige Erinnerungen auch mit einem Zirkusbesuch verbunden. Was für die Kinder ein heiteres Ereignis darstellt, ist für die Tiere oftmals mit Qualen verbunden.

 
Wenn der Zoo für Gefangenschaft und modernen „Tierknast“ steht, dann steht der Zirkus für die dazugehörige Zwangsarbeit der traurigen Gefangenen. Viel unterscheidet diese beiden Institutionen nicht! Beide stellen Tiere zur Schau, um letztendlich damit Gewinn zu erwirtschaften. Beiden Institutionen ist daher manchmal der Gewinn, die Wirtschaftlichkeit, wichtiger als das Tier!

Ein Zirkus wirbt oftmals mit der Aussage:  „Tolle Tiere bei ihren tollen Kunststücken sehen, darüber staunen und sich  freuen“.  Das den Tieren diese Kunststücke oftmals unter Schmerzen und verbunden mit Tierquälerei beigebracht worden sind, wird wohlweislich verschwiegen. Also erfreuen wir Menschen uns am Leid der Tiere! Das aber wissen wir nicht, denn es wird uns vorenthalten!

Oftmals werden die Tiere nicht ordnungsgemäß gehalten. So wurde gegen den Zirkus Giovanni Althoff ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.

 Eine afrikanische Elefantenkuh, die an einer Lungenkrankheit litt, soll über Monate hinweg bis zu ihrem Tod nicht medizinisch versorgt worden sein. Ein weiterer Anklagepunkt ist die laut Staatsanwaltschaft bei einer Durchsuchung des Zirkus in Oppenheim festgestellte tierschutzwidrige Haltung fünf indischer Elefanten „durch täglich 23-stündiges Anbinden an Fußketten von 40 bis 120 Zentimeter Länge“. Zudem soll ein Kleinpferd trotz chronischer Kniegelenksentzündung ohne Behandlung ständig in der Manege eingesetzt worden sein.

Diese Vorfälle sind gewiß kein Einzelfall, denn einem Zirkus, der in kurzen Abständen in verschiedenen Orten gastiert, ist es nur schwer möglich, die Tiere artgerecht zu halten. Es gibt zwar Richtlinien für die Haltung von Zirkustieren, doch da es sich dabei eben nicht um Gesetzte handelt, werden diese fast nie eingehalten. Hier besteht Handlungsbedarf. 

Bereits im September 2003 hat das Land Hessen eine Gesetzesinitiative in den Bundesrat eingebracht, gemäß der es Zirkussen künftig verboten sein soll, Affen, Elefanten und Bären zu halten. „Zirkusse, die ständig mobil sein müssen, sind entweder nicht in der Lage oder nicht willens, die Mindestvorschriften zur Haltung dieser Tiere zu befolgen“, erläutert Madeleine Martin, Tierärztin und Tierschutzbeauftragte des Landes Hessen.

„Wir kennen - etwa was die Affen betrifft - keinen einzigen deutschen Zirkus, der diese Tiere nach den Mindestvorschriften hält“, berichtet sie. Geriete ein Zirkus in finanzielle Schwierigkeiten, werde zudem häufig an der Pflege und am Futter für die Tiere gespart.
Insgesamt gibt es etwa 300 Zirkusse in Deutschland, davon 10 bis 15 große. „Wobei die Qualität der Tierhaltung nichts mit der Größe des Zirkus zu tun hat“, betont die Landestierschutzbeauftragte.

Zirkusverstöße gegen das Tierschutzrecht könnten die Behörden nur schwer ahnden, da Zirkusse mobil seien – gebe es Probleme, zögen sie einfach weiter, so Martin. Deshalb sei das neue Gesetz dringend notwendig.
Der Bundesrat hat die hessische Initiative bereits verabschiedet. Nun liegt es am Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, eine Gesetzesvorlage zu erarbeiten, die dann der Bundestag verabschieden muß, bevor sie in Kraft treten kann.

Während in Dänemark, Finnland, Österreich und Schweden schon vor Jahren Haltungsverbote für bestimmte Tierarten beschlossen wurden, hat sich in der Bundesrepublik noch nicht viel getan. Ein Verbot bestimmter Tierarten ist bei uns noch nicht in Kraft getreten. Es wird lediglich empfohlen, einige Arten nicht in Zirkussen zu halten (u.a. Menschenaffen, Nashörner, Pinguine). Immerhin hat das Ministerium wie von den Ländern gefordert einen Entwurf vorgelegt, damit möglichst bald ein Zentralregister der Zirkustiere in Deutschland angelegt werden kann. Da Zirkusse ständig von einem Ort zum nächsten ziehen, fehlt den Behörden bislang der Überblick, welcher Zirkus wie viele Tiere beherbergt, und wie er mit diesen Tieren in der Vergangenheit umgegangen ist. „Mit dem Register sollen die Kontrollen erleichtert, aber nicht verschärft werden“, erläutert eine Ministeriumssprecherin.

Ein Zirkus verweist immer gerne auf die langjährige Tradition von Tierkunststücken. Das alte Zöpfe jedoch auch abgeschnitten werden können, beweisen immer mehr Zirkusbetriebe, wie der Zirkus Roncalli, der gänzlich ohne Tiere auskommt.

Als nationale Sozialisten leben wir im Einklang mit der Natur, da ist es selbstverständlich, daß Tier- und Heimatschutz einen wichtigen Bestandteil unserer Weltanschauung darstellt.


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