Wie die Kanzlerin unser Land aus der Krise holte...

Interview der "Blöd-Zeitung" mit Kanzlerin Merkel im Jahre 2013
Die
Bundestagswahlen stehen vor der Tür und der Bürger hat ein
Recht zu erfahren, wo die Reise unserer Bundeskanzlerin hingehen soll.
Wir wagen daher schon einmal einen Blick ins Jahr 2013! Dieses nicht
ganz ernst gemeinte Interview wird sicherlich einigen Wählern die
Augen öffnen.
Blöd: Sehr geehrte Kanzlerin! Kritiker werfen Ihnen vor, Sie seien bei den
Reformen Deutschlands übertrieben brutal vorgegangen.
Merkel: Das sehe ich nicht so! Als die US-Ostküste durch ihre Geheimdiplomatie
dafür sorgte, daß der aufsässige Schröder verschwand, habe ich gesagt, daß ich
Deutschland dienen möchte und deshalb wurde ich Kanzlerin. Ich habe auch gleich
gesagt, daß ich Deutschland so sanieren würde, wie Heinrich von Pierer Siemens
saniert hatte, nämlich streng marktwirtschaftlich.
Siemens und Deutschland sind zwei Gemischtwarenläden mit
unterschiedlichen Komponenten. Einige leistungsfähig, einige nicht! Ich tat
das, was Pierer, Ackermann und Esser taten, nämlich unproduktive
Unternehmensteile abzustoßen und für Gewinn zu sorgen.
Blöd: Sprechen Sie von den neuen Bundesländern?
Merkel: Nicht von allen! Sachsen hat sich als sanierungswürdig erwiesen. Das
haben wir behalten. Für die anderen konnten wir nichts mehr tun, Totalverlust!
Da kam das Angebot der USA gerade rechtzeitig, gegen die Übernahme der
Landesschulden Mecklenburg-Vorpommerns für den symbolischen Preis von einem
Euro das Gebiet als Atomtestgelände zu kaufen.
Blöd: Polen hat Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt sogar geschenkt
bekommen!
Merkel: Richtig! Vergessen Sie aber nicht, daß Polen sich dafür verpflichtete,
vier Millionen der ärmsten deutschen Rentner in Süd-Ostpreußen anzusiedeln. Von
300 Euro Rente kann in Deutschland niemand mehr leben. Aber im südlichen
Ostpreußen schon. Mit diesem Befreiungsschlag haben wir die Sozialhilfekosten
massiv reduziert.
Blöd: Bei den Arbeitslosen sind Sie neue Wege gegangen!
Merkel: Die am Anfang keiner begriffen hat! Erst hieß es, es sei widersinnig,
die Arbeitslosenzahl durch Entlassungen senken zu wollen. Aber das macht doch
jeder Manager, der zu viele Leute hat, die zuviel Geld kosten. Er entläßt sie
einfach! Wir haben jetzt schon vier Millionen Arbeitslose aus der deutschen
Staatsbürgerschaft entlassen und aus Deutschland ausgewiesen.
Blöd: Wohin?
Merkel: Unterschiedlich! Einige sind mit der „Blondcard“ als Straßenkehrer in
Pakistan untergekommen, einige bauen Kameltränken in der Sahara. Andere sind
als Soldaten in diversen afrikanischen Bürgerkriegsgebieten verpflichtet
worden.
Blöd: Auch die Rentenkassen haben Sie entlastet!
Merkel: Ja, das war eine Idee von Prof. Kirchhof! Er schlug schon im Jahre
2005 vor, Rentner aus dem Krankenkassensystem herauszunehmen. Dadurch, daß
Rentner im Rahmen des Solidarprinzips ausgegliedert wurden, verringerte sich
deren Alter um mindestens zwei bis drei Jahre. Auch alte Maschinen in
unrentablen Betrieben werden nicht mehr gewartet, sondern verschrottet. Genau
so sind wir vorgegangen.
Blöd: Sie konnten auch bei der Landesverteidigung sparen!
Merkel: Sie als Privatmann halten sich doch auch keinen eigenen Polizisten!
Warum sollte der Staat das tun? Wir haben die Bundeswehr outgesourct! Im
Bedarfsfall kaufen wir uns Sicherheitsleistungen von US-Söldnerfirmen ein. Die
halten das ganze Kriegsgerät ohnehin vorrätig. Wir nennen das
„Just-in-time-Sicherheit.“
Blöd: Sogar die Politiker haben Sie zugunsten der Staatskasse eingespannt!
Merkel: Es war schließlich einzusehen, daß solche hochkarätigen Entertainer
nicht kostenlos bei Volksfesten und Einweihungen auftreten können. Seitdem wir
Gebühren für das Auftreten unserer Minister und Staatssekretäre erheben, nimmt
deren Terminflut stark ab und es kommt Geld in die Kassen. Die Deutschen müssen
sich daran gewöhnen, daß es nichts kostenlos gibt, und Roberto Blanco singt
auch nicht umsonst.
Blöd: Aber ein Staatssekretär singt doch nicht!
Merkel: Gegen Aufpreis schon!
Blöd: Was sind Ihre nächsten Pläne, Frau Bundeskanzlerin?
Merkel: Wir haben noch einen Überhang von 3,5 Millionen Arbeitslosen. Ich
beabsichtige, durch weitere Entlassungen und Ausgliederungen endlich
Vollbeschäftigung zu erreichen. Außerdem müssen wir uns auf unsere
Kernkompetenzen konzentrieren wie zum Beispiel Wiedergutmachung, Trauerarbeit
und Entwicklungshilfe. Unsinnige Fächer wie Ingenieurswissenschaften oder
Energieforschung sind abzuschaffen.
Blöd: Was sind die positiven Dinge Ihrer Amtszeit?
Merkel: Deutschland ist heute Weltmarktführer in der Herstellung von Windmühlen,
Golfplätzen und Freizeitparks! Das läßt hoffen!
Blöd: Wird Deutschland in Zukunft wachsen?
Merkel: Es ist nicht auszuschließen, daß die Franzosen uns Elsaß-Lothringen
verkaufen. Sie sträuben sich noch etwas. Dadurch, daß sie ihre Wanderarbeiter
aus Algerien und dem Kongo nicht rechtzeitig abgeschoben haben, gab es Unruhen.
Dabei wurden große Teile von Paris und ganz Marseille vor einem Jahr
niedergebrannt, und deshalb braucht die Regierung Geld für den Wiederaufbau.
Auch Berlusconi hat Probleme, denn Italien ist, seitdem die
meisten EU-Hilfsgelder nach Ost-Anatolien fließen, bankrott. Deshalb will er
uns Südtirol verkaufen. Allerdings habe
ich darauf bestanden, daß die Altlasten dort vorher entsorgt werden.
Blöd: Altlasten?
Merkel: Ja, die Italiener in Südtirol können wir nicht gebrauchen, die muß
Berlusconi mitnehmen.
Blöd: Es gibt Gerüchte, daß die USA angeboten haben, die BRD zu kaufen!
Merkel: Dazu möchte ich noch nichts sagen, dazu ist es noch zu früh! Vorher muß
die BRD sich am Markt gut positionieren, damit der Standort sich rechnet. Das
würde die Phantasie der US-amerikanischen Anleger beflügeln und natürlich wird
meine Regierung darauf achten, daß das alles nicht wie eine feindliche
Übernahme aussieht.
Blöd: Wir danken für das Gespräch.
Merkel: Gerne geschehen. Ich freue mich immer, wenn ich ihnen meine
erfolgreiche Politik näherbringen kann.