Nemmersdorf - der Terror der Roten Armee

Die unglaublichen Verbrechen von Nemmersdorf sind leider
kein Einzelfall. Überall, wo die Rote Armee deutsches Land eroberte, fiel sie
wie die Heuschrecken über die vielen wehrlosen Frauen und Kinder her. Deutsche Kriegsgefangene
wurden in den sowjetischen Lagern unausstehlichen Qualen ausgesetzt und mußten
bis zum Tode arbeiten. Einer der geistige Urheber dieser Verbrechen war Ilja
Ehrenburg, der offen zur Tötung und Vergewaltigung der Deutschen aufrief.
Weltkrieges aus ihren Heimatgebieten vertrieben worden oder
haben sich durch Flucht dem unseligen Treiben der Besatzer entzogen. Wer es
nicht geschafft hat, mußte Repressalien wie Folter, Vergewaltigung, Schändung,
Mord, Raub und Verletzungen erleiden. Unsägliches Leid kam über die deutsche
Bevölkerung. Mehr als 2 Mio. Deutsche sind auf der Flucht umgekommen oder
wurden systematisch umgebracht.
Der beschauliche Ort Nemmersdorf in Ostpreußen ging als
unglaublicher Beleg für den Terror der Roten Armee in die Geschichtsschreibung
ein. Doch er ist nur ein Beispiel für die menschenverachtenden Greueltaten,
welche die Russen beim Vormarsch nach Deutschland verübt haben.
Der US-Völkerrechtler Alfred M. de Zayas nennt Nemmersdorf
„eines der am besten belegten Beispiele russischer Greueltaten im zweiten
Weltkrieg“. Der italienische Historiker Marco P. Chiodo leitet sein Buch „Sie
werden die Stunde verfluchen…“ über „Sterben und Vertreibung der Deutschen im
Osten“ (1987, dt. 1990 im Herbig Verlag) mit einer Schilderung der Nemmersdorfer
Greuel ein. Die Quellen sind seit den vierziger und fünfziger Jahren konstant.
Vor allem bezieht man sich auf die Aussagen des aus Königsberg stammenden
Volkssturmmannes Karl Potrok, der in einer Dokumentation des
Bundesvertriebenenministeriums 72 Tote angab. Sechs Frauen seien nackt
gekreuzigt worden (vier an einem Leiterwagen, zwei an einem Scheunentor). Einer
blinden Greisin sei mit einer Axt oder einem Spaten der Schädel gespalten, alle
weiblichen Opfer seien vergewaltigt worden. Ein Augenzeugenbericht beschieb die
Greueltaten wie folgt:
„An dem ersten Gehöft, links von dieser Straße, stand ein
Leiterwagen. An diesem waren 4 nackte Frauen in gekreuzigter Stellung durch die
Hände genagelt. Hinter dem „Weißen Krug“ in Richtung Gumbinnen ist ein freier
Platz mit dem Denkmal des Unbekannten Soldaten. Hinter diesem freien Platz
steht wiederum ein großes Gasthaus „Roter Krug“. An diesem Gasthaus stand längs
der Straße eine Scheune. An den beiden Scheunentüren waren je eine Frau, nackt
in gekreuzigter Stellung, durch die Hände angenagelt. Weiter fanden wir dann in
den Wohnungen insgesamt 72 Frauen einschließlich Kinder und einen alten Mann
von 74 Jahren, die sämtlich tot waren, fast ausschließlich bestialisch ermordet
bis auf nur wenige, die Genickschüsse aufwiesen. Unter den Toten befanden sich
auch Kinder im Windelalter, denen mit einem harten Gegenstand der Schädel
eingeschlagen wurde. In einer Stube fanden wir auf einem Sofa in sitzender
Stellung eine alte Frau von 84 Jahren vor, die vollkommen erblindet (gewesen)
und bereits tot war. Dieser Toten fehlte der halbe Kopf, anscheinend mit einer
Axt oder Spaten von oben nach dem Hals weggespalten. Diese Leichen mußten wir
auf den Dorffriedhof tragen, wo sie dann liegen blieben, weil eine ausländische
Ärzte-Kommission sich zur Besichtigung der Leichen angemeldet hatte. So lagen
diese Leichen dann 3 Tage, ohne daß diese Kommission erschien. Inzwischen kam
eine Krankenschwester aus Insterburg, die in Nemmersdorf beheimatet war und
hier ihre Eltern suchte. Unter den Ermordeten fand sie ihre Mutter von 72
Jahren und auch ihren alten schwachen Vater von 74 Jahren, der als einziger
Mann zu diesen Toten gehörte. Diese Schwester stellte dann fest, daß alle Toten
Nemmersdorfer waren. Einstimmig [ausländische Ärzte-Kommission] wurde dann
festgestellt, daß sämtliche Frauen wie Mädchen von 8-12 Jahren vergewaltigt
worden waren, auch die alte blinde Frau von 84 Jahren.“
(Wörtlich zitierter Zeugenbericht aus: Dokumentation der
Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa, Hrsg. v. ehem. BM f.
Vertriebene, Flüchtlinge u. Kriegsgeschädigte. Sonderausgabe Weltbild Verl.
unter dem Titel: Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Gebieten
östlich der Oder-Neiße).
Diesem grausamen Augenzeugenbericht gibt es wirklich nichts
hinzuzufügen und er macht sprachlos. Wie konnten solche unbeschreiblichen
Verbrechen überhaupt geschehen? Woher kommt der Haß der Roten Armee auf die
Deutschen?
Bereits am 17.11.1941 wurde durch den von Stalin persönlich
erlassenen „Fackelmännerbefehl“ Nr. 0428 der Haß auf Deutsche geschürt. Dieser
Befehl beinhaltet, daß russische Partisanen in deutschen Uniformen -
vornehmlich in solchen der Waffen SS - in 40-60 km Tiefe ab der Hauptkampflinie
alle Siedlungen zu zerstören und die Zivilbevölkerung niederzumachen hätten.
Dabei sei darauf zu achten, daß Überlebende zurückblieben, die über die
vermeintlich deutschen Greueltaten berichten könnten. Doch das allein reichte
nicht aus.
Noch vor dem Einmarsch wurden die Sowjetsoldaten mit
Flugblättern zu Mord und Vergewaltigung aufgerufen. „Töte! Die Deutschen sind
keine Menschen!“, „Brecht mit Gewalt den Rassehochmut der germanischen Frauen,
nehmt sie als rechtmäßige Beute!“ hieß es in den millionenfach verteilten
Pamphleten. Daß sie unter den Rotarmisten auf Zustimmung stießen, belegt die
Zahl von mehr als einer Millionen vergewaltigter Frauen. Einpeitscher und Autor
dieser Mordaufrufe war der Schriftsteller und Stalin-Verehrer Ilja
Grigorjewitsch Ehrenburg. Bald nach seiner Rückkehr aus Frankreich im Jahre 1940
begann er seine Mitarbeit bei der Armeezeitung „Roter Stern“. In der Redaktion
stieg er bei Hitlers Einmarsch in die Sowjetunion zu einer Art Gesinnungsführer
auf.
Für die anfänglichen Niederlagen der Roten Armee hatte
Ehrenburg eine simple Erklärung, die Stalins politische und vor allem
militärische Fehlentscheidungen indirekt entschuldigte: Den Offizieren und
Soldaten fehle es an dem nötigen Haß auf die Deutschen. Man hoffe auf
„antifaschistischen Widerstand“ in Deutschland. Das sei jedoch illusionär.
Deshalb könne nur der Imperativ gelten: „Töte den Deutschen!“
Seit Herbst 1944 durfte Ehrenburgs Agitation dann nach dem
Willen Stalins in jenen pervertierten Aufrufen zu pogromartigen Ausschreitungen
gegen die deutsche Zivilbevölkerung gipfeln. Der englische Moskau-Korrespondent
Alexander Werth bescheinigte Ehrenburg „ein geradezu geniales Talent, den Haß
gegen die Deutschen zu schüren“. Am 11. April 1945 tat Ehrenburg dies wieder
einmal im „Roten Stern“. Unter der Überschrift „Genug“ geißelte er nicht nur
die Deutschen kollektiv als „ungeheuere Verbrecherbande“, sondern verdächtigte
die Westmächte, insgeheim Sympathien für die Nazis zu hegen. Es kann bei der
Erinnerung an die Greuel von Nemmersdorf und anderswo nicht darum gehen, alte
Wunden aufzureißen. Aber es trägt auch nicht zur Versöhnung bei, wenn Politiker
aller Systemparteien und Massenmedien sich ausschließlich über die Verbrechen
der Deutschen und die Schuld, welche das Deutsche Volk auf sich geladen hat,
äußern, die Verbrechen am eigenen Volke
jedoch am liebsten unter den Tisch kehren würden.

Ermordete Kinder in Nemmersdorf