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Hurra, so retten wir die
parlamentarische Demokratie!





Die Wahlbeteiligung bei der Europawahl hat es wieder einmal verdeutlicht. Die Bürger haben das Vertrauen in die bundesdeutsche Politik verloren. Bei uns in Schleswig-Holstein haben gerade einmal 36,8% der Wahlberechtigten die Möglichkeit genutzt, ein Kreuz auf ein Blatt Papier zu malen. Dabei waren die „Ankreuzmöglichkeiten“ so vielfältig wie noch nie: 31 Parteien standen zur Auswahl. An der Quantität des Angebotes kann es demnach wohl kaum gelegen haben, daß die Teilnahme so gering war. Liegt es vielleicht an der Qualität der Bewerber, oder haben die Bürger den Glauben an die bundesdeutsche Politik längst verloren?

Um das Problem der geringen Wahlbeteiligung ein für allemal zu lösen, hat der schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete Jörn Thießen ein Patentrezept in der Tasche. „Wer nicht wählen geht, muß Strafe zahlen“, so lautet die deutliche Forderung des SPD-Politikers. Eine kurzsichtige Forderung, denn wie möchte Genosse Thießen sicherstellen, daß alle „Pflichtwähler“ auch wirklich ihr Kreuz an der richtigen Stelle machen?

Neben den üblichen Wahlversprechen und Wahlgeschenken, wie Steuersenkungen und Entlastungen für Familien und Sozialschwache, die nach der Wahl schnell wieder in der Schublade verschwinden, könnten die Parteien natürlich auch Wahlprämien ausloben.

Wer sein Kreuz bei der SPD oder den Grünen macht, bekommt neben einer multikulturellen Gesellschaft dank zügelloser Masseneinwanderung noch einen Gutschein für ein Döneressen in Berlin-Kreuzberg. Wer sich für die Schwarzen oder Gelben entscheidet, erhält zumindest eine deutsche Bratwurst, die nach Richtlinien der europäischen Union jedoch höchstens 22 cm lang sein darf. Bei der Linkspartei reicht es da gerade noch für einen kommunistischen Einheitsbrei. Guten Appetit! 

Wem jetzt noch nicht der Bissen im Halse stecken geblieben ist, der darf sogar auf Sonderprämien hoffen. Jeder 100.000. Wähler könnte eine Reise zu unseren Brüdern und Schwestern nach Israel oder in die USA gewinnen. Und wer 10 Jahre ohne Unterbrechung an jeder Wahl teilgenommen hat, der würde mit Urkunde und öffentlicher Belobigung durch den Bundespräsidenten zum „Musterdemokraten“ ernannt.

Wir wünschen viel Glück, denn schon bei der nächsten Wahl könnten Sie der glückliche Gewinner sein…



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