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Endlich eine klare Linie!

Der
Parteivorstand der NPD hat sich in der Vergangenheit nicht gerade mit
Ruhm bekleckert, wenn es darum ging, den Mitgliedern eine klare
Marschrichtung vorzugeben. Viele Verlautbarungen der Parteiführung
ließen keine Gelegenheit aus, um gegen unliebsame Aktivisten zu
hetzen oder sich aus wahltaktischen Gründen von Teilen des
nationalen Widerstands zu distanzieren.
Das nachfolgende
Positionspapier des neuen NPD-Parteivorstandes gibt nun eine
weltanschaulich ausgerichtete Marschrichtung vor, die auch bei vielen
nationalen Sozialisten auf breite Zustimmung stoßen dürfte.
Positionspapier des Parteivorstandes der NPD
1. Wie kam es zu den NPD-Erfolgen in Sachsen und MV?
Der NPD ist es in den letzten Jahren gelungen,
verstärkt öffentliche Präsenz, Resonanz in den
Systemmedien und zunehmend auch Wahlerfolge zu erzielen. Neben der
überaus wichtigen Verankerung in kommunalen Gremien, wie
Gemeindeversammlungen und Kreistagen, haben wir es geschafft, 2004 und
2006 in die Landtage von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern
einzuziehen. Diese Erfolge waren uns vergönnt, da wir auf dem
Wahlzettel als einzige echte Systemalternative wahrgenommen wurden
– nicht weil wir den vermeintlich bequemsten Weg gegangen sind
oder uns einem Meinungsbild untergeordnet, sondern Meinung gemacht
haben. Der Wähler hat erkannt, daß es mit uns ein
„Weiter so!“ in keinster Form geben würde, wären
wir in Deutschland der Machtträger. Diese wahrgenommene
Systemalternative hat dazu geführt, daß sich die NPD von
einer überwiegend von Protestwählern gewählten Partei zu
einer nationalen Kraft mit einem nicht zu unterschätzenden
Stammwählerpotential entwickelt hat.
2. Eigenes Selbstverständnis – Systemüberwindung
Das Rezept dieser zwischenzeitlichen Erfolge, die
uns in aller Munde brachte, war eine ganz klare und vor allem
kompromißlose Ausrichtung auf Überwindung des
liberalkapitalistischen Systems und des bestehenden volksfeindlichen
Parteienstaats. Es wurde stets betont, daß es eine Zusammenarbeit
mit Kräften, die seit Jahr und Tag dabei sind, unser Land zu
zerstören und unsere nationalen Eigenarten zu verkaufen, nicht
geben wird. Ziel war es, mit sämtlichen gewaltfreien Mitteln die
Bürger in unserem Land zu überzeugen, daß es diesem
System immanente Fehler sind, die dazu führen, daß soziale
Gerechigkeit, nationale Souveränität und sinnstiftende
Perspektiven für alle Deutschen nicht mehr greifbar sind.
3. Anspruch und Wirklichkeit einer nationalen Partei im politischen Wettstreit
Gemäß dieser Aufgabe, als Medium für
nationale Alternativen zur bestehenden Politik zu wirken, hat die NPD
der Aufgabe gerecht zu werden, Themen aufzugreifen, die das Volk
bewegen und sie mit unserer lebensrichtigen, an Volk und Mensch
orientierten Weltanschauung zu verknüpfen. Aufgrund der im
liberalkapitalitischen System verankerten Fehler muß uns
bewußt sein, daß dieses System über kurz oder lang
scheitern wird. Auf den Zeitpunkt werden wir aller Voraussicht nach
keinen nennenswerten Einfluß ausüben können, da wir
über derartige Machtfülle und Druckmittel noch nicht
verfügen. Daher liegt unsere Aufgabe primär darin, den
Deutschen aufzuzeigen, was die Ursachen ihrer beklemmenden Situation
sind, wie die Probleme gelöst werden können und wie ein
lebensrichtiges System auszusehen hätte. Das System aktiv
politisch zu stürzen liegt nicht in unserer Hand, nach dessen
absehbarem Scheitern die Avantgarde eines neuen Deutschlands zu sein,
schon. Angesichts dieser weit reichenden Aufgabe, dürfen wir die
NPD nicht als Zweck an sich begreifen, sondern als ein modernes, von
den geltenden Gesetzen noch gebilligtes Medium, unsere nationalen und
sozialen Politik-Vorstellungen zu transportieren.
4. Inhalt und Form einer modernen sozialen und nationalen Alternative
Seit geraumer Zeit wird nun von einigen Vertretern
der NPD der Versuch unternommen, unsere Partei einseitig
national-konservativ auszurichten. Argumentiert wird hier vor allem
damit, daß wir es bisher nicht vermocht haben, bürgerliche
Kreise in ausreichendem Maße als Wähler und Mitstreiter an
uns zu binden. Ferner wird seitens dieser Kräfte dargelegt,
daß wir unsere systemüberwindenden Ansätze besser
„vermarkten“ müßten, daß unsere politische
Kost dem Fisch und nicht dem Angler schmecken müsse. Tendenziell
weist diese Ansicht offensichtlich in Richtung eines klaren
Anpassungs-Kurses an die bestehenden gesellschaftlichen
Verhältnisse und an jene Kreise, die sich nicht klar gegen dieses
liberalkapitalistische System positionieren. Dieser Kurs muß als
gefährlich, wenn nicht gar als gegen unsere nationale Sache
gerichtet interpretiert werden, da er den bisher beschrittenen Kurs des
Versuchs, die Deutschen von unserer lebensrichtigen Auffassung zu
überzeugen, abkommt, sich aber grundsätzlich falschen
Denkweisen und Ansätzen im bürgerlichen Lager anpaßt.
Das Ziel der Prägung der politischen Debatte wird dem Versuch der
Anpassung geopfert. In der Konsequenz würde dieser Weg den Verlust
unserer Glaubwürdigkeit zugunsten höchst unwahrscheinlicher
Wahlerfolge im bürgerlichen Lager bedeuten. Die NPD
müßte sich über kurz oder lang der Existenzfrage
stellen, da die Wähler und Sympathisanten sich dann aus
Enttäuschung abwenden würden. Die Form unserer
öffentlichen Wahrnehmung würde nicht mehr dem Inhalt
entsprechen, der uns zur einzigen echten Systemalternative in diesem
Lande gemacht hat. Das Bild, welches die Menschen von uns wahrnehmen
würden (Fremdbild), würde nicht mehr dem entsprechen, wie wir
uns selbst sehen und was wir grundsätzlich sein wollten
(Selbstbild). Unser Alleinstellungsmerkmal, uns vom etablierten
Postengeschacher und scheindemokratischer Wählertäuschung
abzuheben, wäre unwiederbringlich zerstört.
5. Bedarfsanalyse
Neben diesen katastrophalen weltanschaulichen
Folgen, die eine einseitige Anpassung an national-konservative Inhalte
mit sich bringen würde, müssen auch pragmatische Fragen
erlaubt sein. Ist der Bedarf an einer national-konservativen Partei
wirklich so enorm, daß es rational wäre, den durchaus
erfolgreichen Weg des radikalen, nationalen und sozialen Widerstands
gegen dieses liberalkapitalistische System aufzugeben, um sich anderen,
gemäßigteren Wähler- und Sympathisantenschichten zu
öffnen? Die deutsche Parteiengeschichte beweist das Gegenteil.
Politische Kräfte, die diese beschriebene Entwicklung hinter sich
haben, allen voran die Republikaner, sind in der politischen Versenkung
verschwunden. Auch andere Kräfte, die sich hier gewisser
Ein-Punkt-Programme bedienen, wie die PRO-Bewegungen, müssen als
gescheitert betrachtet werden. Deren Scheitern sollte uns Lehre und
Mahnung sein, diesen Fehler nicht zu kopieren. Unser eigenes
Selbstverständnis, Träger einer neuen Idee zu sein, sollte
uns davor bewahren, Teil dieses uns von den Alliierten aufgezwungenen
Systems werden zu wollen.
6. Zielgruppenanalyse
Die Spatzen pfeifen es von den Dächern,
daß das liberalkapitalistische System, wie es sich uns heute
darstellt, von immer weniger Menschen mitgetragen wird. Wachsende
Stimmenanteile für die nationale Opposition, aber auch für
die vermeintliche Systemalternative der Linkspartei belegen, daß
die Unzufriedenheit steigt. Ein noch wesentlicherer Indikator
dafür, daß „die unten“ nicht mehr wollen, ist
die grassierende Politikverdrossenheit, die sich in wachsender
Wahlenthaltsamkeit äußert. Ein Gutteil der Nichtwähler
findet auf dem Wahlzettel nicht das, was er sucht, da ihm keine
politische Kraft radikal genug erscheint. Kleinen, medial als
rechtsextremistisch verunglimpften Parteien traut er den Sieg bzw.
einen Wahlerfolg und auch darauffolgende Veränderungen in unserem
Land nicht zu. Den Systemparteien will er seine Stimme erst recht nicht
geben, da er im Wählen der etablierten Systemparteien lediglich
den letzten Nagel auf dem Sargdeckel für unser geschundenes Volk
wähnt.
Diesen Menschen, die sich selbst nicht mehr in diesem System verorten,
den Entrechteten und vom System Belogenen, müssen wir eine Stimme
sein.
Von uns anzusprechende Zielgruppen sind der idealistische Teil der
deutschen Jugend, der auf der Suche nach eigener und völkischer
Identität mehr sein will als Teil einer kommerziellen
Spaßgesellschaft. Darüber hinaus bieten wir den sozial
Ausgebeuteten, den Arbeitslosen, den am Existenzminimum lebenden
Rentnern, den um die tägliche Existenz kämpfenden
Selbständigen, Handwerkern, Bauern und dem in die Verarmung
gestoßenen Mittelstand eine wirkliche Alternative für eine
bessere Zukunft. Wir müssen den Menschen begreiflich machen,
daß es kein unabwendbares Schicksal ist, mittellos zu sein, wenn
es uns gemeinsam gelingt, den Raubtierkapitalismus zu besiegen.
7. Traditionell bürgerliche Wähler - alleinige Ansprechpartner für die nationale Erneuerung?
Der traditionell bürgerliche Wähler
verfolgt oftmals gänzlich andere Interessen als derjenige, der
dieses System überwinden will. Während der Konservative
Sicherheit, Ordnung und häufig auch Besitzstandswahrung um jeden
Preis will, fordert der typische Nichtwähler oft derart weit
reichende Veränderungen, die hierzulande nicht mehr möglich
erscheinen und daher auch keiner politischen Kraft so recht zugetraut
werden. Auch uns Nationalisten noch nicht.
Hier liegt unsere Aufgabe. Den Deutschen, denen die BRD nicht mehr
Heimat, sondern lediglich gesamtgesellschaftliches Gefängnis ist,
müssen wir durch stetigen Widerstand gegen das
liberalkapitalistische System und seine sozialen Verwerfungen beweisen,
daß wir zu echten radikalen, d. h. an der Wurzel des Übels
anpackenden Veränderungen willens und in der Lage sind.
Der traditionell bürgerliche Wähler wird angesichts der
drohenden Weltwirtschaftskrise spüren, daß er die liberalen
Scheuklappen beiseite legen und Zugeständnisse machen muß.
Daher darf nicht Anpassung an konservative Schichten, sondern muß
Prägung der national-konservativen Schichten unser Ziel sein. Die
Anpassung an Konservative würde die Gefahr der Beliebigkeit mit
sich bringen, die uns unseres klaren sozialrevolutionären Kurses
sowie unserer Glaubwürdigkeit berauben würde.
Unser Erscheinungsbild, unsere Programmatik und unser Vokabular haben
radikal, aber verständlich zu sein. Zahlenmäßig
schwindende Gesellschaftsschichten wie das noch besitzende
Bürgertum klassischer Art, dürfen uns nicht dazu verleiten,
in kurzsichtiger Manier weltanschauliche Grundsätze über Bord
zu werfen. Ein Kampf auf Biegen und Brechen um die Stimmen
konservativer Wähler würde aber genau das zur Folge haben und
uns unserer eigenen Weltanschauung entfremden und entwurzeln. Das
liberalkapitalistische System hätte uns an dem Tag besiegt, an dem
wir Teil desselben werden.
8. Der deutsche Weg
Wie sieht der richtige Weg aus? Sowohl einseitige
und unreflektierte NS-Nostalgie als auch ein latenter Anpassungsdruck
an Wählerschichten, die einen gemäßigten Kurs
vertreten, können nicht der Erfolg versprechende Weg sein.
Deutschland braucht auf Grund seiner einzigartigen Geschichte und
Gegenwart keine weichgespülte nationale Kraft, sondern eine
knallharte Opposition, die das ausspricht, was Millionen denken. Der
Maosche Ausspruch, wonach ein echter Revolutionär sich in der
Gesellschaft wie ein Fisch im Wasser bewegen müsse, darf für
uns nur für das äußere Erscheinungsbild relevant sein.
Inhaltlich müssen wir uns weiterhin Alleinstellungsmerkmale
erhalten, dürfen mit unserer Argumentation nicht versuchen, in die
Mitte der Gesellschaft zu drängen, sondern müssen diese zu
uns ziehen. Verkennen wir nie, daß wir schon heute das Sprachrohr
der schweigenden Mehrheit in unserem Land sind. Richten wir nun unsere
ganze Kraft darauf, endlich von dieser auch als die politische
Alternative gewählt zu werden.
Die Zeiten stehen auf Sturm – so offensichtlich wie seit vielen
Jahrzehnten nicht mehr. Da wäre es das falsche Signal, gerade
jetzt den radikalen Weg einer nationalen und sozialen Erneuerung zu
verlassen, um Zugeständnisse an gewisse, für uns derzeit erst
in zweiter Linie erreichbare Wählerschichten zu machen.
NPD-Parteivorstand
Berlin, 26.04.2009
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