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Demo Lüneburg:
Versammlungsfreiheit durch Gewalt und
Rechtsbruch abgeschafft!

Die angemeldete Demonstration am
11.04.2009 in Lüneburg gegen linke Gewalt endete durch
Polizeiwillkür mit einem Verbot. Wie üblich fing schon vor
Beginn die polizeiliche Schikane an, denn es mußten sich alle ca.
200 Teilnehmer einer gründlichen Leibesvisitation unterziehen,
bevor man auf den Bahnhofsvorplatz gelassen wurde. Ob die linken
Gewalttäter auch durchsucht wurden ist eher unwahrscheinlich.
Dank polizeiliche Gründlichkeit verschob sich der Beginn der
Veranstaltung um eine halbe Stunde, so daß Kamerad Christian
Worch erst um 13.30 Uhr durch Verlesen der Auflagen die Veranstaltung
einläuten konnte. Der erste Redner war Dennis Bührig, der
auch Anmelder der 1. Mai Demonstration in Hannover ist. Er ging
auf die linke Gewalt ein, die seiner Familie in der letzten Zeit
erdulden mußte. Nach der Kundgebung bewegte sich unser
Demonstrationszug lediglich 100 Meter und wurde dann von der Polizei
gestoppt. Ein Häufchen Antifas führte eine Sitzblockade auf
einer Brücke durchführte. Über diese Brücke sollte
auch unsere Wegstrecke führen. Das die Polizei sich nicht in der
Lage sah, die ca. 60 Gutmenschen von der Brücke zu räumen ist
eher unwahrscheinlich, da über 2000 gut ausgerüstete
Polizeibeamte im Einsatz waren. Die Nichträumung der Brücke
dürfte demnach politische Beweggründe haben. Die von der
Polizei vorgeschlagene Alternativroute wurde von der Demoleitung
abgelehnt, da sie drastisch verkürzt war. Kurz darauf um ca. 14:10
Uhr wurde unsere Versammlung dann von der Polizeieinsatzleitung
verboten, was einen klarer Rechtsbruch darstellte, da es ein
Gerichtsurteil gibt, dass die vorherige Verbotsverfügung der Stadt
aufgehoben hat, in dem auch die Zeit der Demonstration von 13-16 Uhr
festgelegt war.
Nach dem Verbot drängten die Beamten uns zurück und setzten
dabei sogar Schlagstöcke ein und verhafteten willkürlich
Aktivisten, die ihr Versammlungsrecht wahrnehmen wollten. Die 2
angemeldeten Mahnwachen vor dem Laden "Hatecore Lüneburg" sowie
vor dem Tattoostudio "Black Crow Tattoo" wurden darauf ebenfalls
verboten. Die Polizei setzte uns eine Frist bis 15.33 Uhr die Stadt mit
dem Zug zu verlassen und verteilten Platzverweise für ganz
Lüneburg. Dieses kam aber nicht in Frage, da immer noch Leute von
uns von der Polizei festgehalten wurden und wir erst gehen wollten wenn
unsere Kameraden wieder frei gelassen worden sind. Von 6 Festgenommenen
wurden lediglich 4 Kameraden wieder frei gelassen. Kurz danach
drängte uns die Polizei unter Schlagstock- und
Tränengaseinsatz zum Bahnsteig. Die Veranstalter kündigten
rechtliche Schritte gegen diese Repression an.
Lüneburg, wir kommen wieder! ! !
Quelle: AG Steinburg



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