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Denglisch auf dem Automarkt


Wenn man die Werbehefte der Automobilhersteller zur Hand nimmt, versteht man oft gar nicht, welche Vorzüge der Hersteller anpreisen möchte. Die Autobranche setzt seit einiger Zeit vermehr auf unnötigen Fremdwörter und denglische Wortschöpfungen, die kein Kunde versteht.

Daß die Namensgebung einiger Automobile in der Vergangenheit nicht besonders glücklich verlief, haben viele Kunden noch verkraftet. Ob man bei dem Begriff „Astra“ an ein Auto der Marke Opel oder an ein Hamburger Bier denkt, kommt sicherlich auf die Sichtweise des Betrachters an. Viel schlimmer sind die unnötigen Fremdwörter und der deutsch-englische Sprachbrei, der viele Kunden an den Rand der Verzweiflung bringt. Bei Merzedes stößt man unweigerlich auf Begriffe wie „Bluetec“, „Liguatronic“ oder „Distronic“. Doch auch BMW, Audi oder Volkswagen wollen dem nichts nachstehen und so kommen Begriffe wie „Head-up-Displays“, Magnetic Ride oder „ultra low emission system“ zustande. Selbst wenn man den freundlichen Autohändler nach diesen Begrifflichkeiten fragt, verdüstert sich seine Miene und er muß hilfesuchend in den Unterlagen nachschlagen. Oft jedoch ohne zufriedenstellendes Ergebnis.

Während in den meisten europäischen Nachbarländern wenigstens bei der Farbauswahl, die Welt noch in Ordnung scheint, werden zum Beispiel bei VW in Deutschland die Fahrzeuge längst in „shadow blue“ lackiert. Daß es auch anders gehen kann, zeigen in diesem Fall die Autobauer von Porsche. Hier werden die Fahrzeuge noch, für alle verständlich, in Steingrau oder Seeblau lackiert. Warum also diese unnötigen denglichen Wortschöpfungen, die bei der Kommunikation untereinander ständig Probleme bereiten. Der Aufsichtsratsvorsitzenden von VW, Ferdinand Piech, weiß die Antwort. Auf einer Hauptversammlung des Automobilkonzerns äußerte er sich dazu wie folgt: „Letztlich ist entscheidend, wie die Farbbezeichnung bei den Kunden ankommt. Unsere Erfahrung ist, daß englischsprachige Farbbezeichnungen oft positivere Assoziationen erwecken als vergleichbare deutschsprachige Bezeichnungen.“

Die Ursachen des Problems sind demnach nicht in der Autoindustrie zu suchen, sondern ziehen sich durch alle gesellschaftlichen Schichten und Unternehmen. Selbst vor deutschen Behörden machen die Sprachpanscher keinen Halt. In einer multikulturellen Gesellschaft, in der die Geschichte des eigenen Volkes mit Füßen getreten wird, und durch Umerziehung sämtlichen kulturellen Werte verloren gehen, sind auch Sprachvermischungen eine durchaus nachvollziehbare Konsequenz dieser liberalen Systems.


Autobauer Mercedes setzt auf unverständliche Begriffe



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