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Trauermarsch in Dresden

Trotz der eisigen Kälte trafen sich in den frühen Morgenstunden des 14. Februar (ca. 6:00 Uhr) mehrere Kameradinnen und Kameraden in einem kleinen Ort nahe Itzehoe, um gemeinsam nach Dresden zu fahren und der Opfer der alliierten Bombardierung der Stadt am 13. und 14. Februar 1945 zu gedenken.  Etwa eine Stunde später waren wir bereits gut eingedeckt mit reichlich Proviant auf der Autobahn. Nach einigen kleinen Pausen und mehrfachen Blitzern trafen wir ca. 11:30 Uhr in Dresden ein. Doch unser "linkes" Navigationssystem hat uns geradewegs in eine Gegenveranstaltung vom politischen Gegner gelots. Nochmal gut davon gekommen, ging es weiter zu unserer Veranstaltung. Kurz vor dem Dresdner Hauptbahnhof folgten die üblichen polizeilichen Schikanierungen, die Personalien wurden aufgenommen und die Personen und Autos durchsucht. Als die Prozedur vorbei war, suchten wir uns eine sichere Parkmöglichkeit. Was nicht so leicht war, weil sämtliche Parkplätze besetzt waren. Am Dresdner Hauptbahnhof angekommen, wurden wir erneut kontrolliert und mussten durch eine Polizeischleuse.

 Gegen 13:30 Uhr setzte sich der Trauerzug vom Dresdner Hauptbahnhof aus in Bewegung. Der Zug hatte eine Länge von mehr als 3 Kilometern und bestand aus Blöcken von jeweils etwa hundert Teilnehmern, die ein sehr unterschiedliches Bild boten. Neben nationalen Aktionsgruppen und Bürgergruppen aus vielen Städten Deutschlands, Junge und Alte die von fern und nah angereist waren, und zahlreiche Abordnungen von Organisationen und Verbänden, darunter auch viele aus dem europäischen Ausland. Auffällig war die große Zahl von Spruchbändern und Fahnen, die schweigend durch Dresden getragen wurden. Allein dieses Schweigen war der Trauer angemessen und stand in scharfem Gegensatz zu den schrillen Tönen, die von den  mißlungenen Gegendemonstrationen zu vernehmen waren.

Für die typische "linke Gewalt" sorgten wie üblich anti-faschistische Chaoten, die am Neumarkt Polizisten mit Steinen und Flaschen bewarfen, sechs Polizeiautos entglasten und zwei umwarfen. Unter dem Motto "Geh-Denken" hatte eine linke Bürgerinitiative versucht, unter Aufbietung der ersten Garnitur linker Spitzenpolitiker wie Müntefering und Tiefensee, Claudia Roth und Gregor Gysi die Dresdner Bürger "gegen Rechts" zu mobilisieren. Doch bei ihrem „Geh-Denken“ kamen die Linken nur auf 5000 Teilnehmer, denen wohl auch das Gehen nicht beim Denken half. Sonst hätten sie vielleicht an die einfache Regel "geh-dacht": "Freiheit ist immer die Freiheit der „Anders-Ge-Denkenden".

 Auf der Abschlußkundgebung kamen ein Vertreter der spanischen „Alianza Nacional“, ein Redner aus der Slowakei und Matthias Faust, der Bundesvorsitzende der DVU zu Wort.

Faust erinnerte an die offizielle Aufstellung der Dresdner Polizei von 1945, die 213 000 Opfer ermittelt habe. Dresden habe den historischen Rang eines „deutschen Hiroshima“ und die Herstellung einer intakten Gedenkkultur durch die „öffentliche Trauer“ sei für die Lebenden notwendig, um sich einem Selbsthaß entgegenzustellen, der für das Leben der Nation bedrohlich sei. Zum Schluß wurde das Deutschlandlied angestimmt und die 7000 Teilnehmer des Gedenkens 2009 begaben sich auf den Heimweg. Es war die größte nationale Veranstaltung in der Geschichte der BRD!

Politiker streiten über den 65. Jahrestag des Dresdner Trauermarsches, der 2010 bevorsteht. Die Debatte darüber ist schon entbrannt: Der Neonaziaufmarsch soll künftig verboten werden, fordert die Linke, während der Zentralrat der Juden, die CDU und die
FDP dazu auffordert, die Gegendemonstration zu unterstützen - auf daß die Neonazis im kommenden Jahr nicht wieder einen Doppelerfolg feiern können. 


Also Kameraden - auf ein Wiedersehen in Dresden 2010! ! !

 Quelle: AG Steinburg

 


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