mein-sh.info
Startseite
So sind Wir
Archiv
Aktionsberichte
Werdet aktiv
Verweise
Impressum
Forum
 
DEMOS
     

 

           

"Von Liebe erschlage"
Der Abstieg eines ehemaligen Neonazis
in die Jesussekte

Gunnar Lehmann:
Von der Psychiatrie zu den Christen
 

In der Ostsee habe er sich taufen lassen und "sein Leben an Jesus übergeben", verkündet Gunnar Lehmann mit verklärtem Blick. Lehmann ist ehemaliger Aktivist aus Lübeck. Ob er jemals wirklich einer von uns war, darf mittlerweile bezweifelt werden. Denn wer eine echte Überzeugung in sich trägt, der wirft sie nicht einfach so über Bord. Eine wirkliche Weltanschauung ist tief im Herzen verankert und läßt sich nicht auslöschen. Das war bei Gunnar Lehmann offenbar anders, denn die christliche Gehirnwäsche, die im Mutter-Kind-Heim begann, hat bei ihm auffallend schnelle Wirkung gezeigt.

Dennoch galt Gunnar Lehmann für viele Kameraden lange Zeit als ein wirklicher "Überzeugungstäter". Er kämpfte immer an vorderster Front, war Anmelder mehrerer regionaler Kundgebungen und Redner auf Demonstrationen. Im Januar 2005 verlas er auf einer Demonstration in Kiel ein Grußwort der inhaftierten Kameraden Peter Borchert und Kay Diesner und besuchte beide zusammen mit anderen Lübecker Kameraden in der JVA Lauerhof.

Ursprünglich war Gunnar Lehmann im Jahr 1999 über das Lübecker "Bündnis Rechts" zum nationalen Widerstand in der Hansestadt gekommen. Er wurde auch Mitglied der NPD, orientierte sich aber in erster Linie am aktiven Straßenkampf. Zwischen 2002 und 2003 zog es ihn aus privaten Gründen ins Ruhrgebiet, wo er engen Kontakt zur Musikszene hatte, auf Konzerten als Saalschützer fungierte und regelmäßig an lokalen Kameradschaftsabenden teilnahm. Ein hartgesottener Neonazi, so schien es.


Doch mit seinem eigenen Leben kam er offenbar nicht klar, das deutete sich schon zu seiner aktiven Zeit an.

Seit 2006 zog er sich schrittweise aus dem nationalen Widerstand zurück, ohne dafür eine nachvollziehbare Begründung zu liefern. Da man Reisende bekanntlich nicht aufhalten soll, verzichtete man dankend darauf, eine Begründung zu erzwingen, die dann erfahrungsgemäß sowieso nicht der Wahrheit entspricht.

Doch mittlerweile ist Gunnar Lehmann wieder gesprächig geworden. Nicht gegenüber uns, aber gegenüber der Öffentlichkeit. Durch Radio- und Fernsehinterviews mit christlichen Sendern, die unlängst auch im Internet veröffentlicht worden sind, wurde bekannt, daß Gunnar Lehmann plötzlich ein überzeugter Christ geworden sein will. Er habe seinen, wie er es selber nennt, "menschenverachtenden Weg" verlassen. Auf die Frage, wie er seine Vergangenheit als "Neonazi" heute betrachtet, gibt Gunnar zum Besten, daß er sich "für etwas hingegeben" habe, wodurch er sein eigenes Leben "ruiniert" hätte und wodurch er "krank geworden" sei.

Wir sind also Schuld daran, daß der arme Gunnar von seinem eigenen Hass "zerfressen" wurde und deshalb Angst- und Panikattacken bis hin zu Selbstmordgedanken bekam. Widersprüchlich daran ist allerdings, daß er nach seinen eigenen Angaben schon seit Anfang der 90er Jahre unter solchen schwer psychotischen Anfällen litt - also schon zu einer Zeit, wo er was auch immer gewesen sein mag, aber sicher kein Aktivist im nationalen Widerstand. "Neonazi" sei er sowieso nur aus Trotz geworden, weil andere ihn so geschimpft hätten. Seine psychotischen Anfälle sollen aber wohl auch eine Erklärung dafür sein, warum er seine Frau schlug und zu klauen anfing.

2005 wies Gunnar Lehmann sich selbst in die Psychiatrie ein, um eine Therapie zu machen. Danach mußte er aufgrund von diversen Verurteilungen Sozialstunden leisten, die ihn in das besagte Mutter-Kind-Heim führten. Der Beginn des unaufhaltsamen Abstiegs in die Jesussekte. Dort fand der arme Kerl, was er bislang nie in seinem Leben gefunden hatte: Liebe! - Oder das, was er dafür hielt. Von Seiten der christlich-humanistischen Heimschwestern war es wohl eher Mitleid und der Versuch, einen seelisch labilen Menschen für ihre Sache einzufangen. So ganz geheuer ist dem Gunnar das wohl bis heute nicht, denn in seinen Interviews spricht er davon, daß er regelrecht "mit Liebe erschlagen" wurde. Hört sich irgendwie nach einer Überdosis an. Mit Überdosen hat er ja seine Erfahrungen. Die Folgen sprechen jedenfalls für eine ganz gehörige Überdosis, denn nun fing Gunnar sogar an, sich die alttestamentarischen Tiraden der Bibel reinzuziehen.

Als nächstes schrieb Gunnar einen Ablaß-Brief an den Zentralrat der Juden, um sich für seine "Neonazi"-Vergangenheit zu entschuldigen und dafür, daß er dazu beigetragen hätte, daß es zwischen Juden und Deutschen nicht zur Versöhnung kommt. Weiterhin hat Gunnar dem Zentralrat schriftlich versichert, daß kein Jude mehr in Deutschland Angst haben braucht, weil er sich dafür einsetzen werde, daß die Juden hier frei leben dürfen.

Deutliche Worte!

Die Antwort des Zentralrats ist Gunnars Bekunden nach aber nicht ganz so enthusiastisch ausgefallen, wie er das erhofft hatte.

Ob "unser Gunnar" als Christenkind überhaupt noch vor seinem übermächtigen Vater bestehen kann? Selbst wenn alle Geschehnisse vor der Bekehrung vergeben worden sind, so dürften einige seiner jetzigen Verhaltensweisen kaum vor seinem Gott vertretbar sein:

Warum kümmert sich Gunnar nicht um seine beiden unehelichen Kinder oder bemüht sich wenigstens ernsthaft, Unterhalt zu bezahlen?

Warum hat Gunnar noch immer bei vielen seiner ehemaligen Kameraden und Freunde einen Schuldenberg hinterlassen und bemüht sich nicht, diese zurückzuzahlen?

Warum wurde Gunnar dem biblischen Judas gleich zum Verräter an denjenigen, die ihn einst im guten Glauben und ehrlichen Herzens in ihren Reihen als einen von ihnen aufgenommen haben?

Könnte das "Judenbuch", wie Gunnar die Bibel in seinen Ausführungen nannte, Antworten auf diese Fragen geben?

Wir sind uns sicher, daß auch Gunnar dereinst vor dem Richterstuhl des Ewigen stehen wird und sich für sein Verhalten verantworten darf. Er muß sich dann auch die Frage gefallen lassen, warum er im Nachhinein versucht, unsere Freiheitsbewegung für sein eigenes kaputtes Leben verantwortlich zu machen. Gunnar ist ein gutes Beispiel für viele lebensunfähige Menschen, die sich aus unerfindlichen Gründen vorübergehend in den nationalen Widerstand verirren und uns später öffentlich in den Schmutz ziehen, weil sie sich selber nie im Klaren darüber waren, warum sie überhaupt zu uns gekommen sind. Gunnar scheint von klaren Gedanken weiter entfernt denn je, er irrt weiter durch die Weltgeschichte. Es ist nicht überliefert, ob ihm zu seiner Zeit als "Neonazi" ein bestimmter Österreicher als leibhaftige Gestalt in seinen Visionen erschienen ist, aber da ist er heute zumindest einen Schritt weiter. Seinen aktuellen Führer, den Jesus von Nazareth, den hat er schon persönlich getroffen. Er sagte, er habe die Umrisse des Gekreuzigten ganz deutlich erkennen können...

Was bleibt als Resümee?

Das System mag sich über solch einen Judas die Hände reiben, für uns jedoch sind Menschen wie Gunnar kein Verlust. Der nationale Widerstand ist ganz offensichtlich gefestigt genug, um verwirrte Menschen früher oder später wieder abzusondern und zum Aufhören zu veranlassen. Auch das System hat im Laufe der Jahre erkennen müssen, daß letztlich nur die ganz kaputten Menschen als Brosamen für staatlich finanzierte "Aussteiger"-Programme und etablierte Jubelarien über vermeintliche "Aussteiger"übrigbleiben. Überzeugte Aktivisten jedoch werden immer einen Teufel tun, vor den Volksfeinden in diesem Lande zu Kreuze zu kriechen. Der Kampf für ein freies, nationales und sozialistisches Deutschland geht ewig weiter - wenn’s sein muß bis zum jüngsten Tag!

 

Verweise:
Radiointerview bei Crosschannel
Fernsehinterview bei ERF





 AKTIONSGRUPPEN
Kiel
Lübeck
Ostholstein
Plön
                                         weiter
BANNER



















 (R) www.mein-sh.info AG-MEDIEN-SH