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NPD im Kreistag von Lauenburg



Auf der zweiten Kreistagssitzung in Ratzeburg konnte man fast das Gefühl bekommen, daß der NPD-Abgeordnete Kay Oelke seit Jahren nichts anderes macht, als für die nationale Opposition in diesem Gremium zu sitzen. Zwar bekommt man immer wieder – gerade in dieser ersten Phase der parlamentarischen Arbeit – neue Informationen und Anregungen für das politische Wirken im Kreistag,  aber anstatt darüber nun den Mut zu verlieren, sah Kamerad Oelke hierin nur einen Zugewinn für kommende Taten.

Gleich zu Beginn der Sitzung meldete sich in der Einwohnerfragestunde die Kameradin Regina Bäselt zu Wort. Sicheren Schrittes ging sie an das Saalmikrofon und stellte eine kritische Frage zu der Thematik der Pflegekinder und Pflegefamilien. Basierend auf einen Artikel im SPIEGEL, Ausgabe vom 27.10.08, stellte sie sinngemäß die Frage in den Raum: Müssen sich die Bürger im Landkreis Sorgen machen, über die unhaltbaren Zustände von Überforderung und chronischer Unterbesetzung des Jugend- und Sozialamtes, die dazu führten, daß Pflegekinder in vollkommen unzureichend unterwiesenen Pflegefamilien untergebracht wurden ?

Die dürftige Antwort des Landrat Krämer, daß dies ein Einzelfall gewesen sei, und sich niemand Sorgen machen müßte um die Zustände im Jugendamt, schienen hier eher dem verzweifelten Pfeifen im Walde näher zu sein, als der tieferen Überzeugung des Landrates zu entspringen. Die NPD wird dem Treiben des Amtes auch weiterhin ein besonderes Augenmerk schenken. Denn: Unsere Kinder sind unsere Zukunft!

Weiterhin sind der sorglose Umgang mit den Steuergeldern deutscher Bürger, sowie der Verdacht auf Korruption und Vetternwirtschaft in den Reihen von Politik und Verwaltung ein Thema für deren lückenlose Aufklärung  sich der NPD Vertreter schon bei den bereits stattgefundenen Ausschußsitzungen einen Namen bei den Abgeordneten der anderen Parteien gemacht hat.
Als es im nächsten Tagesordnungspunkt um eine Zustimmung zu einer außerplanmäßigen Kostenerhöhung im sozialen Bereich um 1,5 Mio Euro ging, wurde Kay Oelke hellhörig. Sofort stellte er die Frage:

„Warum ist es ausgerechnet im Allgemeinen Sozialen Dienst zu solch hohen außerplanmäßigen  Mehrkosten im Jahr 2008  gekommen?  Es sei doch nachweislich bekannt, daß die Fachdienste regelmäßig darauf hingewiesen haben, daß wegen dem stetigen Stellenabbau trotz hoher Arbeitsbelastung (Überstunden) eine angemessene Aufgabenwahrnehmung nur noch eingeschränkt erfolgen konnte. Dem Personalrat lägen mehrere Überlastungsanzeigen von Mitarbeitern vor. Trotz alledem wurden aber 125 Planstellen nicht besetzt. DAS PASST DOCH NICHT ZUSAMMEN! Ausgerechnet hier in diesem Bereich sollen 1 500 000 Euro in 10 Monaten an Mehrkosten aufgelaufen sein? WOFÜR?“

Der Landrat Krämer verging sich in Allgemeinplätzen und verneinte sowohl einen Stellenabbau (Es seien lediglich einige ältere Mitarbeiter in Pension gegangen…) als auch eine Überbelastung der Mitarbeiter. Es seinen nun einmal diese Mehrkosten tatsächlich aufgelaufen. Daraufhin Kay Oelke weiter:

„Zufällig ist dies aber fast genau die Summe, die der Kreis als außerplanmäßige Mehrkosten in 2008 hatte, weil es im Vergabeverfahren eines Bauvorhabens seitens der Kreisverwaltung zu Pannen gekommen war. Unter dem Deckmantel SOZIALES lassen sich solche Mehrkosten natürlich besser verkaufen“

Beim Themenpunkt Schulentwicklungsplan, der unserer Meinung nach  eine schleichende Volksverdummung zur Folge haben wird, stimmte die NPD mit NEIN!

Auch die Förderung der Unterbringung von Kindern unter 3 Jahren in Kindertagesstätten wird von der NPD abgelehnt. Während alle etablierten Fraktionen  für die frühe Trennung von Mutter und Kind stimmten, sprach sich der NPD-Mann Oelke mit folgenden Worten dagegen aus:

„Ich werde diesem Punkt nicht zustimmen. Kleinkinder unter 3 Jahren gehören in die Obhut der Mutter. Die von dem Land zur Verfügung gestellten 3,5 Mio. Euro bis 2013 sollten besser den jungen Familien als Direkthilfe zur Unterstützung gezahlt werden, damit solche Zwangseinrichtungen nicht notwendig werden.“

Es leben im Kreis Herzogtum Lauenburg ca. 900 Kinder unter 3 Jahren. Würde man die 3,5 Mio. auf die 900 Kinder auf 4 Jahre verteilen, so würde pro Kind monatlich ein Betrag von rund 81,- Euro bereit stehen.  

Dazu kommen noch Lohn – und Unterhaltskosten von jährlich 3 Mio. Euro. Verteilt man diese ebenfalls auf 900 Kinder, so ergibt dies einen Betrag von monatlich 270,-Euro. Zuzüglich der o.g. 81,- Euro vom Land S.-H. macht dies eine stolze Summe von 357,- Euro pro Kind pro Monat! Damit wäre einer Familie mit Kind unter 3 Jahren wesentlich besser geholfen. Sowohl das Kind als auch die Mutter würden dadurch in angemessener Ruhe und Sicherheit leben können.

Bei weiteren Abstimmungen verhielt sich der NPD-Abgeordnete ganz und gar nicht starrsinnig oder dem etablierten Links-Rechts-Denken verhaftet. Sowohl ein Antrag der CDU gegen die Ausgleichsmaßnahmen bei den Borghorster Elbwiesen in Geesthacht als auch der Antrag der Partei „Die LINKE“ zur Abschaffung der Hartz IV Regelung und Wiedereinführung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe bekamen die Unterstützung durch die NPD.

Fazit der zweiten Kreistagssitzung: Unser Abgeordnete Kay Oelke brachte die Standpunkte der nationale Opposition bei seinen wiederholten Wortergreifungen am Rednerpult deutlich zur Sprache. Wenn auch die etablierten Parteien teilweise aus ihrer hochmütigen Geringschätzung unserem nationalen Vertreter gegenüber keinen Hehl machten und unserem Kay Oelke noch so mancher Einblick in die Seilschaften dieser feinen Gesellschaft fehlt,  so war dem NPD-Vertreter der unbedingte Wille zum politischen Handeln deutlich anzumerken.

 -Steiner-




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